Poli­tik: Ange­la Mer­kel will für den Kli­ma­schutz „wirk­li­chen Kraftakt”

Angela Merkel - CDU-Politikerin - BundeskanzlerinFoto: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel hat einen „wirk­li­chen Kraft­akt” gefor­dert, um dem Kli­ma­schutz gerecht zu werden.

Die Ent­schei­dun­gen der Bun­des­re­gie­rung zum Kli­ma­schutz am 20. Sep­tem­ber 2019 sei­en „drin­gend not­wen­dig”, um die Kli­ma­zie­le für das Jahr 2030 zu errei­chen, sag­te Mer­kel in ihrem am Sams­tag ver­öf­fent­lich­ten Video-Pod­cast. In den letz­ten 50 Jah­ren hät­ten sich Stür­me, Hit­ze­pe­ri­oden und Über­schwem­mun­gen auch in Deutsch­land verdreifacht.

Als Indus­trie­land habe Deutsch­land sehr viel CO2 emit­tiert – und damit zur Erwär­mung der Welt bei­getra­gen, so die Bun­des­kanz­le­rin wei­ter. Auch heu­te sei der Aus­stoß noch dop­pelt so hoch wie im glo­ba­len Durch­schnitt. „Das heißt: Wir müs­sen han­deln und zei­gen, dass wir mit Hil­fe von Inno­va­ti­on und den Mög­lich­kei­ten der sozia­len Markt­wirt­schaft die rich­ti­gen und klu­gen Ant­wor­ten fin­den”, sag­te Mer­kel. Die Bun­des­re­gie­rung wol­le dabei „wirt­schaft­lich ver­nünf­tig und sozi­al ver­träg­lich handeln”.

Die Kanz­le­rin nann­te kon­kre­te Bei­spie­le für die zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen. So sol­le CO2 einen Preis bekom­men: „Wir wis­sen aus der sozia­len Markt­wirt­schaft: Wenn etwas einen Preis hat, hat man einen Anreiz, die CO2-Emis­sio­nen zu redu­zie­ren”, so die CDU-Poli­ti­ke­rin. Der Staat wol­le aber nicht mehr Geld ein­neh­men, son­dern die Ein­nah­men an die Bür­ger zurück­ge­ben bezie­hungs­wei­se davon neue Kli­ma­schutz­maß­nah­men för­dern. Es gehe dar­um, „Anrei­ze zu set­zen, sich kli­ma­freund­lich zu verhalten”.

Auch beim wei­te­ren Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien müs­se Deutsch­land erfolg­reich sein, so die Bun­des­kanz­le­rin wei­ter. Bis 2030 sol­len 65 Pro­zent der Ener­gie­ver­sor­gung aus erneu­er­ba­ren Ener­gien stam­men. Der Netz­aus­bau müs­se schnel­ler gelin­gen, die Akzep­tanz von Wind­kraft­an­la­gen an Land ver­bes­sert wer­den, sag­te Merkel.

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