Poli­tik: Nord­rhein-West­fa­len will digi­ta­le Droh­nen-Abwehr vorschreiben

Startbahn - Landebahn - Flughafen - Flugzeug - Wiese - SchildFoto: Start- und Landebahn an einem Flughafen, dts Nachrichtenagentur

Das Land NRW will gesetz­lich fest­le­gen las­sen, dass ver­kauf­te Droh­nen künf­tig so pro­gram­miert sein müs­sen, dass sie nicht mehr in Ver­bots­zo­nen über Haft­an­stal­ten und Flug­hä­fen ein­drin­gen können.

Eine ent­spre­chen­de Initia­ti­ve kün­digt NRW-Jus­tiz­mi­nis­ter Peter Biesen­bach (CDU) an: „Jede Droh­ne über einer Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt ist eine Sicher­heits­stö­rung”, sag­te er der „Rhei­ni­schen Post” (Diens­tags­aus­ga­be). Er ver­wies dar­auf, dass die Zahl der erfass­ten Droh­nen­flü­ge über NRW-Haft­an­stal­ten schnell zunehme.

2017 und 2018 gab es jeweils drei Vor­fäl­le. 2019 waren es bereits zwölf. Die Initia­ti­ve zielt auch auf den Schutz vor Flug­hä­fen. „Ich kann mir vor­stel­len, dass unser Vor­stoß auch in ande­ren Berei­chen wie beim wich­ti­gen The­ma Flug­si­cher­heit hilf­reich sein könn­te”, sag­te Biesenbach.

Laut Anga­be der Deut­schen Flug­si­che­rung wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr 125 Behin­de­run­gen durch Droh­nen an deut­sche Flug­hä­fen regis­triert. Kon­kret möch­te NRW durch­set­zen, dass die Lan­des­jus­tiz­mi­nis­ter den Bund dazu auf­for­dern, das soge­nann­te Geo-Fen­cing im Euro­pa­recht zu ver­an­kern. Das bedeu­tet, dass sen­si­ble Luft­be­rei­che wie Gefäng­nis­se und Flug­hä­fen mit einem vir­tu­el­len Zaun umschlos­sen wer­den und die mit ent­spre­chen­den Codes ver­se­he­ne Droh­ne auf die­se Wei­se dar­an gehin­dert wird, in den geschütz­ten Luft­raum einzufliegen.

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