Russ­land: EU und USA ent­schär­fen Sanktionsdrohungen

Flagge - Russlannd - Trikolore - Panslawische Farbe - FahnenmastFoto: Trikolore Flagge von Russland, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Euro­pa und die USA ent­schär­fen die west­li­chen Sank­ti­ons­dro­hun­gen gegen­über Mos­kau. Die Idee, rus­si­sche Ban­ken vom Zah­lungs­dienst­leis­ter Swift abzu­klem­men, wird nicht wei­ter verfolgt.

Dies berich­tet das „Han­dels­blatt” unter Beru­fung auf Regie­rungs­quel­len. Statt­des­sen wer­den geziel­te Wirt­schafts­stra­fen gegen die größ­ten rus­si­schen Ban­ken vor­be­rei­tet. Russ­land pau­schal vom Swift-Sys­tem aus­zu­schlie­ßen ist den Unter­händ­lern zu hei­kel. Der Schritt könn­te kurz­fris­tig zu einer Desta­bi­li­sie­rung der Finanz­märk­te füh­ren und mit­tel­fris­tig den Auf­bau einer alter­na­ti­ven, nicht mehr west­lich domi­nier­ten Zah­lungs­in­fra­struk­tur befördern.

Die Gesprä­chen zwi­schen den Euro­pä­ern und den USA rich­ten sich nun auf die Gestal­tung der Sank­tio­nen gegen rus­si­sche Groß­ban­ken. Deutsch­land pocht auf Aus­nah­men, damit die Bezah­lung von Gas- und Ölim­por­ten aus Russ­land wei­ter mög­lich bleibt. US-Außen­mi­nis­ter Ant­o­ny Blin­ken hat sich kurz­fris­tig zu einer erneu­ten Euro­pa­rei­se ent­schie­den: Er wird am Don­ners­tag in Ber­lin erwar­tet und will sich auch mit Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz tref­fen, um die Sank­ti­ons­po­li­tik zu besprechen.

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