Uni­on: Par­tei will Kün­di­gung von Online-Ver­trä­gen erleichtern

Tastatur - Hände - Finger - Notebook - Laptop - TastenFoto: Sicht auf eine Tastatur, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Uni­on for­dert weit­rei­chen­de­re Maß­nah­men, um Ver­brau­cher vor ver­meint­li­cher Abzo­cke zu schützen.

Der Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung „für fai­re Ver­brau­cher­ver­trä­ge”, der am Frei­tag erst­mals im Bun­des­tag debat­tiert wird, ver­nach­läs­si­ge den gesam­ten Online-Bereich, „dabei sehen wir gera­de hier Hand­lungs­be­darf”, sag­te der rechts­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons-Bun­des­tags­frak­ti­on, Jan-Mar­co Luc­zak, dem „Han­dels­blatt” (Frei­tag­aus­ga­be). Denn ein Ver­trag im Inter­net sei schnell geschlos­sen, oft­mals genü­ge dafür ein Klick. Den Ver­trag wie­der zu kün­di­gen, sei dage­gen oft­mals wesent­lich schwe­rer. „Auch hier wol­len wir end­lich vor­an­kom­men und eine unkom­pli­zier­te Kün­di­gungs­mög­lich­keit in Form eines Kün­di­gungs­but­tons schaffen”.

Deutsch­lands obers­ter Ver­brau­cher­schüt­zer Klaus Mül­ler unter­stützt die For­de­rung. „Der blin­de Fleck des Ent­wurfs sind die viel­fach ver­brau­cher­un­freund­li­chen Kün­di­gungs­pro­zes­se”, sag­te der Chef des Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­bands dem „Han­dels­blatt”. Wäh­rend Ver­trags­ab­schlüs­se mit einem Klick mög­lich sei­en, sei die Kün­di­gung oft­mals deut­lich auf­wän­di­ger. „Ein Kün­di­gungs­but­ton und eine auto­ma­ti­sche Bestä­ti­gung des Kün­di­gungs­ein­gangs wäre eine ein­fa­che und gute Lösung”, so der VZBV-Chef. „Die Poli­tik muss kom­pli­zier­te, undurch­sich­ti­ge und unsi­che­re Kün­di­gungs­pro­zes­se end­lich aus dem Weg räumen”.

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