USA: Land erhöht im Nah­ost­kon­flikt Druck auf Ben­ja­min Netanjahu

Israel - Fahnen - Flaggen - Fahnenmast - Israelische Fahnen - GebäudeFoto: Sicht auf Israelische Fahnen, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Im Kon­flikt zwi­schen Isra­el und Paläs­ti­nen­sern haben die USA den Druck auf den israe­li­schen Pre­mier­mi­nis­ter Ben­ja­min Netan­ja­hu erhöht.

US-Prä­si­dent Joe Biden habe Netan­ja­hu am Mitt­woch zu einer „erheb­li­chen Dees­ka­la­ti­on” auf­ge­for­dert, teil­te das Wei­ße Haus mit. Israe­li­schen Medi­en­be­rich­ten zufol­ge sol­len die Chan­cen für eine Waf­fen­ru­he zuletzt gestie­gen sein. Die Hamas sei dazu bereit, Isra­el zöge­re noch, hieß es. Ein mög­li­cher Still­stand der Waf­fen könn­te bereits am Don­ners­tag­abend oder am Frei­tag in Kraft tre­ten, berich­tet die „Jeru­sa­lem Post”.

Die Angrif­fe bei­der Sei­ten gin­gen aller­dings am Mitt­woch­abend und am frü­hen Don­ners­tag­mor­gen zunächst wei­ter. Luft­an­grif­fe der israe­li­schen Streit­kräf­te rich­te­ten sich unter ande­rem gegen meh­re­re unter­ir­di­sche Zie­le. Aus dem Gaza­strei­fen wur­den unter­des­sen nach israe­li­schen Anga­ben seit Mitt­woch­abend etwa 70 Rake­ten­starts in Rich­tung Isra­el gezählt – der Groß­teil konn­te abge­fan­gen wer­den. Im spä­te­ren Ver­lauf der Nacht soll es aber kei­ne Warn­si­re­nen in Isra­el mehr gege­ben haben. Seit Beginn der ver­gan­ge­nen Woche wur­den rund 3.700 Rake­ten aus dem Gaza­strei­fen in Rich­tung Isra­el abgefeuert.

Der jüngs­te Kon­flikt war am 06. Mai 2021 im Zuge einer erwar­te­ten Gerichts­ent­schei­dung aus­ge­bro­chen, bei der es um Zwangs­räu­mun­gen von Paläs­ti­nen­sern in Ost-Jeru­sa­lem ging. In Isra­el wur­den seit­dem min­des­tens zwölf Men­schen getö­tet und Hun­der­te ver­letzt, auf paläs­ti­nen­si­scher Sei­te ist allein im Gaza­strei­fen von 227 Toten und mehr als 1.600 Ver­letz­ten die Rede.

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