Weiß­russ­land: Deutsch­land nimmt ver­folg­te Oppo­si­tio­nel­le auf

Flüchtlinge - Balkanroute - Bettlaken - Germany help - MenschenFoto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Ver­folg­te Oppo­si­tio­nel­le aus Weiß­russ­land sol­len zukünf­tig auch Zuflucht in Deutsch­land finden.

Es sol­le die Behand­lung trau­ma­ti­sier­ter Fol­ter­op­fer, die erleich­ter­te Ein­rei­se Schutz­be­dürf­ti­ger sowie die Auf­nah­me „ver­folg­ter Per­so­nen und ihrer Kern­fa­mi­li­en” ermög­licht wer­den, berich­tet die „Süd­deut­sche Zei­tung” unter Beru­fung auf die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Fra­ge des Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Manu­el Sarrazin.

Die ver­ein­fach­ten Vis­a­re­geln sind nach Anga­ben des Staats­mi­nis­ters im Aus­wär­ti­gen Amt, Micha­el Roth, Teil eines „Akti­ons­plans Zivil­ge­sell­schaft Bela­rus”. Deutsch­land folgt damit, wenn auch in beschei­de­ne­rem Maße, dem Bei­spiel Litau­ens und Polens, die vom Regime des weiß­rus­si­schen Macht­ha­bers Alex­an­der Luka­schen­ko bedroh­ten Weiß­rus­sen groß­zü­gig huma­ni­tä­re Visa ausstellen.

Als „wich­ti­ges wie über­fäl­li­ges Zei­chen der Soli­da­ri­tät mit der bela­rus­si­schen Demo­kra­tie­be­we­gung” lob­ten die Grü­nen die neue Rege­lung. „Noch immer wer­den täg­lich unschul­di­ge Men­schen ver­haf­tet und gefol­tert, weil sie für Demo­kra­tie und Men­schen­rech­te auf die Stra­ße gehen”, erklär­ten Sar­ra­zin und Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­den­tin Clau­dia Roth.

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