Düsseldorf: Bundespolizei vollstreckt U-Haftbefehl gegen Vergewaltiger

Düsseldorf Flughafen - Terminal A/BFoto: Düsseldorf Flughafen mit Sicht auf das Terminal A/B

Bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle verschiedener Flüge am gestrigen Nachmittag wurden durch die Bundespolizei zwei Personen festgestellt, die zur Festnahme ausgeschrieben waren.

Aufgrund eines bestehenden Untersuchungshaftbefehl endete die Reise eines 60-Jährigen am Düsseldorfer Flughafen. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte die Untersuchungshaft gegen den Deutschen angeordnet, weil er beschuldigt wird im Mai 2019 seine damalige Lebensgefährtin vergewaltigt zu haben.

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Der Mann soll seiner Freundin in der gemeinsamen Wohnung in Witten in das Weinglas heimlich ein Schlafmittel gemischt und ihr dieses Glas gereicht haben. Aufgrund der ungewollten Einnahme dieses Medikamentes waren die Sinne der Frau benebelt und eine aktive Gegenwehr nicht mehr möglich.  Gegen den Willen der Geschädigten soll der 60-Jährige die Frau zunächst zum Oralverkehr und anschließend zum Geschlechtsverkehr genötigt haben.

Da der Mann zurzeit ohne festen Wohnsitz ist und sich die letzten Monate in verschiedenen Ländern aufgehalten haben soll, hatte die Staatsanwaltschaft aufgrund Fluchtgefahr der Haftbefehl erlassen. Der Gesuchte wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Des Weiteren wurde ein 30-Jähriger bei der Einreisekontrolle aus Bukarest festgestellt, weil die Staatsanwaltschaft Berlin den Mann zur Festnahme wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis ausgeschrieben hatte. Der rumänische Staatsangehörige konnte die Geldstrafe in Höhe von 1.211,36 Euro jedoch nicht aufbringen. Somit muss der Mann die Haftstrafe von 40 Tagen in der Justizvollzugsanstalt absitzen.

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