Düs­sel­dorf: Kom­mu­nen rufen kaum Mit­tel aus Digi­tal­pakt ab

Schulflur - Stühle - Schule - Treppen - TürFoto: Sicht auf Stühle in einem Flur einer Schule, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Kom­mu­nen in NRW rufen die Bun­des­mit­tel zur digi­ta­len Aus­stat­tung der Schu­len aus dem Digi­tal­pakt bis­her nur sehr zöger­lich ab.

Das geht aus der Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge der Grü­nen-Frak­ti­on her­vor, über wel­che die „Rhei­ni­sche Post” berich­tet. Bis zum 3. Juni 2020 sei­en im Rah­men des Digi­tal­pakts Schu­le in NRW bin­nen neun Mona­ten gut 404.000 Euro von ins­ge­samt mög­li­chen 1,058 Mil­li­ar­den Euro geflos­sen, teil­te Schul­mi­nis­te­rin Yvonne Gebau­er (FDP) in ihrer Ant­wort mit.

Wei­te­re rund 87,4 Mil­lio­nen Euro sei­en bean­tragt und 38,4 Mil­lio­nen Euro bewil­ligt wor­den. Von 396 Kom­mu­nen in NRW haben dem­nach 115 Kom­mu­nen und drei Krei­se bis­her min­des­tens einen Antrag gestellt. Das NRW-Schul­mi­nis­te­ri­um schreibt, in den Jah­ren 2020 und 2021 sei mit einer ste­tig wach­sen­den Zahl von Anträ­gen zu rech­nen, da zur­zeit der Bera­tungs­be­darf hoch sei.

Mit dem „Digi­tal­pakt Schu­le” unter­stützt der Bund die Län­der und Gemein­den als Schul­trä­ger bei Inves­ti­tio­nen in die digi­ta­le Bil­dung. Dafür stell­te der Bund für alle Bun­des­län­der zusam­men fünf Mil­li­ar­den Euro zur Ver­fü­gung. „Wenn es in NRW in die­sem Tem­po wei­ter­geht, wer­den meh­re­re Schü­ler­ge­nera­tio­nen ihre Schul­lauf­bahn been­det haben, bis die Mit­tel kom­plett ver­aus­gabt sind”, sag­te die schul­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen-Frak­ti­on, Sig­rid Beer, die die Klei­ne Anfra­ge gestellt hat­te. Eine Ursa­che sieht die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin dar­in, dass in vie­len Kom­mu­nen die Kapa­zi­tä­ten nicht reich­ten, um die inhalt­li­chen Kon­zep­te für Hard- und Soft­ware sowie Infra­struk­tur antrags­reif zu machen und umzusetzen.

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