Essen: ALDI macht mehr Umsatz auf­grund Coronakrise

ALDI Süd - Filiale - Parkplatz - Robert-Perthel-Straße - Köln-BilderstöckchenFoto: ALDI Süd-Filiale auf der Robert-Perthel-Straße (Köln-Bilderstöckchen)

Der Lebens­mit­tel­dis­coun­ter ALDI macht in der Coro­na­kri­se mehr Umsatz und erwar­tet kei­ne Lieferengpässe.

„Sie müs­sen beden­ken, dass kein Mensch im Urlaub ist, dass fast kein Außer­haus­kon­sum statt­fin­det, inso­fern ist der Waren­be­darf sehr hoch der­zeit, aber dem hohen Waren­be­darf ste­hen auch sehr hohe Kos­ten gegen­über”, sag­te Nico­las de Lope, ver­ant­wort­lich für das Deutsch­land-Geschäft von ALDI Nord, der Redak­ti­on von RTL und n‑tv. Wie sich die gesam­te Kri­se auf das Betriebs­er­geb­nis aus­wir­ke, kön­ne erst am Ende bewer­tet werden.

Grenz­kon­trol­len sei­en eine zusätz­li­che Hür­de. „Wenn man sich zum Bei­spiel das Obst- und Gemü­se­ge­schäft ansieht, vie­les kommt hier aus dem Aus­land. Frü­her saßen zwei Lkw-Fah­rer aus Spa­ni­en im LKW und konn­ten sich abwech­seln, heu­te sitzt hier nur noch einer.” Dazu kämen Pro­ble­me bei der Grenz­ab­fer­ti­gung. Die säch­si­sche Poli­zei habe eine Not­ruf­num­mer ein­ge­rich­tet, die ALDI anru­fen kön­ne, „um Lkw aus der Schlan­ge zie­hen zu können”.

Mit Eng­päs­sen rech­net ALDI nicht. „Es kann sein, dass wir bestimm­te Obst- und Gemü­se-Arti­kel, die wir nor­ma­ler­wei­se zu die­ser Zeit aus Spa­ni­en kau­fen wür­den, dass man die­se nun aus Deutsch­land holen muss – oder auch umge­kehrt. Wir müs­sen hier auf Sicht fah­ren.” Das habe aber kei­nen Ein­fluss auf die Waren­ver­füg­bar­keit von Obst und Gemü­se ins­ge­samt. Wie hoch der Ein­fluss der Kri­se auf Roh­stoff- und Ein­kaufs­prei­se sein wer­de, kön­ne man heu­te noch nicht bewerten.

Die hohe Nach­fra­ge von Klo­pa­pier „hät­te man sich vor­her nie vor­stel­len kön­nen”, sag­te der ALDI-Mana­ger. „Klo­pa­pier ist ein typi­scher Arti­kel, der einen sehr vor­her­sag­ba­ren und kal­ku­lier­ba­ren Umsatz hat. Dass gera­de die­ser Arti­kel in einer Kri­se so gefragt sein könn­te, das ist abso­lut unvor­stell­bar gewesen”.

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