Köln: Drei Kölner nach Auseinandersetzung in Lindenthal im Gefängnis

Köln-Lindenthal - KVB-Haltestelle Zülpicher Str./GürtelFoto: KVB-Haltestelle Zülpicher Str./Gürtel (Köln-Lindenthal), Urheber: CDU-Köln des Ortsverbandes Sülz/ Klettenberg

Zwei verletze Frauen, drei in Gewahrsam genommene Männer, mehrere Platzverweise und Ermittlungen wegen Widerstands und Körperverletzung sind die Bilanz eines Polizeieinsatzes am frühen Sonntagmorgen.

Gegen 04:00 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei und schilderten eine tumultartige Auseinandersetzung auf der Zülpicher Straße. Die hinzugerufenen Polizisten versuchten die Situation zu beruhigen und den Hintergrund der Streitigkeit zu erfragen. Die aufgebrachte Personengruppe ließ sich jedoch auch nach dem Eintreffen von Verstärkungskräften nicht beruhigen.


Ein 21-Jähriger drohte den Polizisten und stellte sich aggressiv vor die Beamten. Die Einsatzkräfte fesselten ihn noch bevor er einen Angriff starten konnte und brachten ihn zur Ausnüchterung ins Polizeipräsidium.

Ein 20-Jähriger ging immer wieder auf eine Polizistin zu, unterschritt den Sicherheitsabstand und drohte ihr. Als die Beamtin das Pfefferspray in die Hand nahm und den Einsatz des Reizgases androhte schlug der Aggressor ihr gegen die Hand. Das nunmehr eingesetzte Reizgas zeige sofort Wirkung. Die Beamten fesselten den Mann, der jetzt versuchte die Uniformierten zu treten. Auch ihn brachten die Einsatzkräfte in das Polizeigewahrsam.


Auch ein 19-Jähriger war so aggressiv, dass den Polizisten keine andere Möglichkeit blieb, als auch ihn zur Ausnüchterung in eine Zelle zu bringen.

Nach ersten Ermittlungen am Einsatzort dürfte Grund der Auseinandersetzung ein versehentlich umgeschüttetes Bier gewesen sein. Das hatte eine Leverkusenerin (20) nach derzeitigem Sachstand in einer Bar versehentlich umgeschüttet. Umgehend hatte das zu wilden Beschimpfungen und einer Pöbelei geführt, die zunächst in der Bar und später auf der Straße ausgetragen wurde.


Der vom Bier Getroffene schubste die 20-Jährige und schlug ihr später ins Gesicht. Auch ihre Begleiterin (19) schlug er gegen den Kopf. Erst als sich ein Zeuge (22) einmischte, flüchtete der Schläger unerkannt. Rettungskräfte versorgen die jungen Frauen noch am Einsatzort.

Als die Polizisten den Einsatzort verließen war wieder Ruhe eingekehrt. Die mittlerweile Ausgenüchterten sind bereits seit dem frühen Morgen wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen wegen Widerstands und Körperverletzung dauern an.