Köln: Ein­bahn­stra­ße Glad­ba­cher Stra­ße für Fahr­rad­fah­rer geöffnet

Gladbacher Straße - Köln-Neustard/NordFoto: Sicht auf die Gladbacher Straße (Köln-Neustard/Nord)

Die Stadt Köln hat die Ein­bahn­stra­ße Glad­ba­cher Stra­ße in Köln-Neu­stadt­/­Nord für Fahr­rad­fah­rer in der Gegen­rich­tung geöff­net. Vor­her muss­te drum­her­um gefah­ren werden.

Die Schlie­ßung die­ser Netz­lü­cke zwi­schen der Innen­stadt und den Stadt­tei­len Ehren­feld und Neueh­ren­feld gehört als eine der soge­nann­ten „Big-five-Maß­nah­men” zu den wich­ti­gen Zie­len des Rad­ver­kehrs­kon­zep­tes Innen­stadt, das der Ver­kehrs­aus­schuss 2016 beschlos­sen hat­te. Die Bezirks­ver­tre­tung Innen­stadt beauf­trag­te die Ver­wal­tung im April die­ses Jah­res, die Pla­nun­gen zur Öff­nung der Glad­ba­cher Stra­ße umzusetzen.

Um den Rad­fah­ren­den auf die­ser viel befah­re­nen Stre­cke mehr Schutz zu gewäh­ren, wur­de für sie ein eige­ner Rad­fahr­strei­fen ange­legt. Wegen des begrenz­ten Stra­ßen­raums muss­ten dafür Abbie­ge­spu­ren umge­wan­delt und das Par­ken neu geord­net wer­den. Die neue Auf­tei­lung der Ver­kehrs­flä­chen lässt das Stra­ßen­bild ins­ge­samt sor­tier­ter wir­ken. Durch die Umwand­lung von Schräg- in Längs­park­plät­zen­auf der nörd­li­chen Stra­ßen­sei­te zwi­schen Erft- und Spi­chern­stra­ße konn­te auch für Fuß­gän­ger mehr Platz geschaf­fen werden.

Mit der Öff­nung der Glad­ba­cher Stra­ße für Rad­fah­rer erge­ben sich fol­gen­de Veränderungen: 

  • Höchst­ge­schwin­dig­keit auf der Glad­ba­cher Stra­ße auf 30 Stun­den­ki­lo­me­ter begrenzt (vor­her Tem­po 50).
  • Die bis­he­ri­ge Links­ab­bie­ge­spur von der Glad­ba­cher Stra­ße auf den Kai­ser-Wil­helm-Ring entfällt.
  • Eben­so ent­fällt die Links­ab­bie­ge­spur von der Chris­toph­stra­ße auf den Kai­ser-Wil­helm-Ring. Auf die­ser Links­ab­bie­ge­spur wur­de die neue, rot ein­ge­färb­te Auf­stell­spur für gera­de­aus fah­ren­de Radfahrermarkiert.
  • Der neue Rad­fahr­strei­fen auf der Glad­ba­cher Stra­ße bis zur Erft­stra­ße ist zwei Meter breit.
  • Der Schutz­strei­fen für Rad­fah­rer auf der Glad­ba­cher Stra­ße in Fahrt­rich­tung Kai­ser-Wil­helm-Ring hat eine Brei­te von 1,50 Metern.
  • Rad­fah­rer in Fahrt­rich­tung stadt­aus­wärts erhal­ten an der Spi­chern­stra­ße ein eige­nes Ampelsignal.
  • Die bis­her ille­gal zum Par­ken genutz­te Flä­che an der Ecke Glad­ba­cher Straße/Erftstraße wird mit Absperr­pfos­ten ver­se­hen und erwei­tert damit den Raum für Rad­fah­rer und Fußgänger.
  • Neue Auf­stell­flä­chen für Rad­fah­rer (in Fahrt­rich­tung Innen­stadt) an den Kreu­zun­gen Glad­ba­cher Straße/Spichernstraße und Glad­ba­cher Stra­ße/­Kai­ser-Wil­helm-Ring. Eben­so neue Auf­stell­flä­chen für Rad­fah­rer in der Spi­chern­stra­ße an der Kreu­zung Glad­ba­cher Straße.
  • Im Abschnitt vom Kai­ser-Wil­helm-Ring bis zur Erft­stra­ße wur­den 62 zusätz­li­che Rad­ab­stell­mög­lich­kei­ten geschaf­fen. Die Zahl der Plät­ze wur­de damit erheb­lich ver­grö­ßert (vor­her rund 40 Abstellmöglichkeiten).
  • Neu­ord­nung des Par­kens zwi­schen Erft­stra­ße und Spi­chern­stra­ße durch die Umwand­lung von Schräg- in Längs­park­plät­zen (dadurch ent­fal­len 41 von vor­her 100 Stell­plät­zen). Um den Ver­lust der Anwoh­ner­stell­plät­ze auf der Glad­ba­cher Stra­ße auf­zu­fan­gen, hat die Stadt die Kapa­zi­tä­ten des Bewoh­ner­park­ge­bie­tes erwei­tert. Im nahe gele­ge­nen Ven­lo­er Wall wur­den alle Park­schein­au­to­ma­ten mit einem „Roten Punkt” ver­se­hen. Der „Rote Punkt” berech­tigt Besit­zer eines Bewoh­ner­park­aus­wei­ses mit der Bezeich­nung „BELG” (für Bel­gi­sches Vier­tel) dazu, auch dort in den gekenn­zeich­ne­ten Berei­chen rund um die Uhr kos­ten­los zu parken.

Die Kos­ten für den Umbau der Glad­ba­cher Stra­ße ein­schließ­lich der Neu­ord­nung der Park­flä­chen, der neu­en Absperr­pfos­ten, Ände­run­gen an der Ampel­an­la­ge und sämt­li­cher Mar­kie­rungs­ar­bei­ten betra­gen rund 50.000 Euro.

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