Köln: Erwei­te­rungs­bau für das Alber­tus-Magnus-Gym­na­si­um ist fertig

Albertus-Magnus-Gymnasium - Köln-EhrenfeldFoto: Albertus-Magnus-Gymnasium (Köln-Ehrenfeld), Urheber: Raimond Spekking (CC BY-SA 4.0)

Die Stadt Köln gibt bekannt, dass der Erwei­te­rungs­bau für das Alber­tus-Magnus-Gym­na­si­um bezugs­fer­tig ist. Die gesam­te Bau­zeit für die Erwei­te­rung dau­er­te rund 36 Monate.

Der Erwei­te­rungs­bau für das Alber­tus-Magnus-Gym­na­si­um ist fer­tig­ge­stellt. Trotz Rück­schlä­gen, wie eini­ge schwe­re Fäl­le von Van­da­lis­mus auf der Bau­stel­le, die zu Ver­zö­ge­run­gen in der Bau­pha­se geführt haben, hat die Gebäu­de­wirt­schaft der Stadt Köln den Erwei­te­rungs-Neu­bau in nur 36 Mona­ten rei­ner Bau­zeit rea­li­sie­ren kön­nen. Auf dem Schul­grund­stück an der Otto­stra­ße in Köln-Neueh­ren­feld hat die Stadt sym­bo­lisch den Schlüs­sel für das Gebäu­de an die Schu­le über­ge­ben, die jetzt mit dem Bezug begin­nen kann.

Das von Hans Schu­ma­cher Ende der fünf­zi­ger Jah­re erbau­te denk­mal­ge­schütz­te Alber­tus-Magnus-Gym­na­si­um bringt in dem Neu­bau sei­nen Ganz­tags­be­reich mit Men­sa, zehn Klas­sen der Sekun­dar­stu­fe I und II sowie drei Fach­räu­me für Che­mie unter. Ent­stan­den sind dabei meh­re­re offe­ne Auf­ent­halts- und Lern­be­rei­che. Zudem hat das Alber­tus-Magnus-Gym­na­si­um neben deut­lich mehr Fach­räu­men mit der zen­tra­len Ein­gangs­hal­le erst­mals ein rich­ti­ges Foy­er. Bis­lang ver­füg­te der Bau ledig­lich über eine Art über­dach­te Pausenhalle.

Die geschaf­fe­ne Nutz­flä­che beträgt rund 4.500 Qua­drat­me­ter, der umbau­te Raum rund 24.000 Kubik­me­ter. Das Gebäu­de ist voll­stän­dig bar­rie­re­frei, der Auf­zug erschließt alle fünf Geschosse.

Erwäh­nens­wert sind fol­gen­de pla­ne­ri­sche wie bau­li­che Besonderheiten:

  • Das gesam­te Gebäu­de ist im Pas­siv­haus­stan­dard errichtet
  • Alle Räu­me wer­den auch auf­grund der Nähe zur Auto­bahn 57 über eine Lüf­tungs­an­la­ge be- und ent­lüf­tet, haben aber trotz­dem zu öff­nen­de Fenster
  • Der drei­ge­schos­si­ge Erwei­te­rungs­bau bil­det einen L‑förmigen Gebäu­de­rie­gel, der als Lärm­schutz nach Osten wirk­sam wird
  • Der Neu­bau ist auf allen Ebe­nen mit dem Bestands­ge­bäu­de ver­bun­den. Erschlos­sen wird das zusätz­li­che Gebäu­de vom Schul­hof aus über eine zen­tra­le Ein­gangs­hal­le mit einem drei­ge­schos­si­gen „Luft­raum”, der als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­raum einen neu­en Mit­tel­punkt bildet
  • Die Turn­hal­le liegt auf­grund der engen inner­städ­ti­schen Ver­hält­nis­se unter­ir­disch, (zwei Geschos­se unter­halb des Pau­sen­hofs) und wird durch ein Ober­licht natür­lich belich­tet. Sie kann auch außer­schu­lisch über einen sepa­ra­ten Zugang von Ver­ei­nen genutzt werden

Die Erwei­te­rung hat (vor­be­halt­lich noch aus­ste­hen­der Nach­trä­ge und Schluss­rech­nun­gen) rund 16,60 Mil­lio­nen Euro gekostet.

Zwi­schen­zeit­lich hat­te es Bau­zeit­ver­zö­ge­run­gen gege­ben, die durch die unzu­rei­chen­de Ter­min­ko­or­di­na­ti­on exter­nen Auf­trag­neh­mer einer­seits sowie Schlecht­leis­tung und Ter­min­un­treue von aus­füh­ren­den Fir­men zustan­de gekom­men waren. Eine Ver­ga­be­rü­ge hat­te zudem auf­schie­ben­de Wir­kung. Hin­zu kamen sechs Fäl­le von schwe­rem Van­da­lis­mus, die sich trotz eines Sicher­heits­diens­tes auf der Bau­stel­le ereig­net hat­ten. Die Höhe des Scha­dens ist auf­grund noch aus­ste­hen­der Nach­trä­ge und noch aus­ste­hen­der Klä­rung, wer die Mehr­kos­ten zu über­neh­men hat, noch nicht belast­bar zu beziffern.

Im Alber­tus-Magnus-Gym­na­si­um ler­nen Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit und ohne son­der­päd­ago­gi­schem Unter­stüt­zungs­be­darf gemein­sam. Das Gym­na­si­um wird der­zeit von knapp 850 Schü­le­rin­nen und Schü­lern besucht. Die vom Rat der Stadt Köln beschlos­se­ne Zügig­keits­er­wei­te­rung von 3 auf 4 in der Sekun­dar­stu­fe I sowie von 5 auf 6 in der Sekun­dar­stu­fe II haben Lehrer‑, Schü­ler- und Eltern­schaft unter enor­men Anstren­gun­gen bereits im Vor­griff auf die Fer­tig­stel­lung des Erwei­te­rungs­baus umgesetzt.

Den sym­bo­li­schen Schlüs­sel über­ga­ben und nah­men an:
Petra Rin­nen­bur­ger, Dipl.-Ingenieurin, Archi­tek­tin AKNW,  tech­ni­sche Betriebs­lei­te­rin der Gebäu­de­wirt­schaft , Dr. Agnes Klein, Dezer­nen­tin für Bil­dung, Jugend und Sport sowie Ant­je Schmidt, Schul­lei­te­rin Ulri­ke Heu­er, Lei­te­rin Amt für Schul­ent­wick­lung Elif Temiz, Schülersprecherin

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.