Köln: Fach­kreis Extre­mis­mus­prä­ven­ti­on nimmt Arbeit auf

Rechtsextreme - Menschen - Demonstration - Demo - rechts Foto: Sicht auf Rechtsextreme, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der im Kri­mi­nal­prä­ven­ti­ven Rat der Stadt Köln ein­ge­rich­te­te Fach­kreis Extre­mis­mus­prä­ven­ti­on hat sei­ne Arbeit auf­ge­nom­men und ers­te Beschlüs­se gefasst.

Zum Fach­kreis zäh­len als stän­di­ge Mit­glie­der die Stadt Köln, die Zen­tral- und Ansprech­stel­le Cyber­crime, der eco-Ver­band und die Poli­zei Köln. Neben die­sen nah­men an der Sit­zung auch Ver­tre­ter des Ver­fas­sungs­schut­zes NRW, ver­schie­de­ner Köl­ner Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sowie dem Ver­ein rubicon e.V. teil.

Der Fach­kreis hat als ers­tes Hand­lungs­feld den Rechts­extre­mis­mus fest­ge­legt und wird dem Kri­mi­nal­prä­ven­ti­ven Rat vor­schla­gen, den Rat der Stadt Köln zu bit­ten, am Pro­jekt „Kom­mu­nen gegen Extre­mis­mus” teil­zu­neh­men. Das beim Ver­fas­sungs­schutz NRW ange­glie­der­te Pro­jekt hat das Ziel, auf regio­na­ler Ebe­ne unter Betei­li­gung von Land­rä­ten, Städ­ten und Gemein­den sowie dem poli­zei­li­chen Staats­schutz sämt­li­che For­men von Extre­mis­mus bereits in der Ent­ste­hung zu erken­nen und die­sen recht­zei­tig entgegenzuwirken.

In Köln ver­zeich­net der Staats­schutz aus dem Phä­no­men­be­reich „Poli­tisch moti­vier­te Kri­mi­na­li­tät- Rechts” (PMK-Rechts) mit 189 Fäl­len im Jahr 2021 die meis­ten Straf­ta­ten, im Jahr 2020 waren es noch 210 Fäl­le. Auf­fäl­lig bei dem grund­sätz­li­chen Rück­gang ist hier­bei, dass sich die Fall­zah­len im Bereich der Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te von 6 in 2020 auf 12 in 2021 ver­dop­pelt haben. Mit 103 Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Ver­stö­ßen gegen die Para­gra­phen 86 und 86a StGB (Ver­wen­dung von Kenn­zei­chen und Ver­brei­tung von Pro­pa­gan­da­mit­teln ver­fas­sungs­wid­ri­ger und ter­ro­ris­ti­scher Orga­ni­sa­tio­nen) machen die­se deut­lich über die Hälf­te der Straf­ta­ten aus.