Köln: Falscher Mitarbeiter der Stadtwerke prüfte nach Legionellen

Köln-Lindenthal - KVB-Haltestelle Zülpicher Str./GürtelFoto: KVB-Haltestelle Zülpicher Str./Gürtel (Köln-Lindenthal), Urheber: CDU-Köln des Ortsverbandes Sülz/ Klettenberg

Eine aufmerksame Rentnerin hat am Mittwochmittag einen angeblichen Mitarbeiter der Stadtwerke aus ihrer Wohnung in Köln-Lindenthal geworfen. Die Kölnerin misstraute dem Betrüger, als sich dieser ungewöhnlich in ihren Räumen umsah.

Unter dem Vorwand, das Wasser auf Legionellen zu überprüfen, schubste der Mann die Rentnerin von der Eingangstür in ihre Wohnung und ging direkt in die Küche. Hier öffnete er den Wasserhahn. Die 83-Jährige blieb misstrauisch und schaute dem angeblichen Handwerker genau auf die Finger. Als sich dieser in anderen Zimmern umsah, drängte die Frau den Mann aus ihrer Wohnung.


Die Dame beschrieb den etwa 1,80 Meter großen angeblichen Mitarbeiter der Stadtwerke als Mann mittleren Alters. Er hatte kurze Haare, sprach Hochdeutsch und trug dunkle Oberbekleidung.

Die Polizei Köln fragt:
Wer hat die Person gesehen oder kann Auskünfte zum Aufenthaltsort des Mannes machen? Gibt es weitere Fälle, in denen ältere Menschen Opfer dieses oder anderer Betrüger wurden?

Hinweise nimmt die Polizei Köln unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.


Das Kriminalkommissariat 25 warnt vor solchen Betrügern und rät allen Senioren zur Vorsicht. Allein am Donnerstag kam es in Köln und Leverkusen insgesamt zu 28 versuchten Straftaten zum Nachteil von älteren Menschen. In den meisten Fällen versuchten die Betrüger unter einem Vorwand in die Wohnung der Senioren zu kommen. Meist gaben sie sich als Polizeibeamte aus und suchten nach Personen, die sich angeblich in den Räumlichkeiten der älteren Menschen aufhalten sollten. Erst am Sonntag nahmen die Ermittler in Zusammenarbeit mit der Polizei Stuttgart zwei Betrüger auf der Bundesautobahn 3 bei Heumar fest. Ihm wird vorgeworfen, mit einem weiteren Komplizen mehrere ältere Menschen beklaut zu haben.


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