Köln: Gefahrgut-LKW mit defekter Bremsanlage aus der Türkei gestoppt

Gefahrgut - LKW - Türkei - Geplatzter Reifen - Polizei KölnFoto: Geplatzter Ersatzreifen vom Gefahrgut-LKW aus der Türkei, Urheber: Polizei Köln

Ein aus der Türkei stammender Gefahrgut-LKW wurde am Donnerstagmorgen von der Polizei Köln gestoppt. Der LKW war die ganze Zeit mit einer defekten Bremsanlage unterwegs.

Der Verkehrsdienst der Autobahnpolizei Köln hat am Donnerstagmorgen auf der A3 einen aus der Türkei stammenden Gefahrgut-Lkw mit defekter Bremsanlage aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Routinekontrolle auf dem Rastplatz Königsforst hatten die Beamten gegen 10:00 Uhr einen vorsätzlich abgeklemmten Luftdruckschlauch an dem 40-Tonner entdeckt. Der Schlauch war umgeknickt und mit Kabelbindern fixiert, um zu verhindern, dass Luftdruck entweicht und um dem System eine intakte Bremsanlage vorzugaukeln. Nicht geklärt ist, wie lange der Sattelzug bereits mit gefährlich reduzierter Bremsleistung unterwegs war.


Bei genauerer Untersuchung des Fahrzeuges kamen die Spezialisten der mutmaßlichen Ursache des Schadens auf die Spur. In der Halterung des Reserverads fanden sie auf einen geplatzten Reifen, der vermutlich den für den Luftdruck der Bremsanlage wichtigen Faltenbalg  zerstört haben dürfte. Ohne die Manipulation am Druckluftschlauch hätte das Bremssystem blockiert und die Weiterfahrt verhindert.

Die Fahrt zum Gutachter erfolgte bereits am Abschlepphaken eines Spezial-Bergungsdienstes. Ein Sachverständiger bestätigte derart massive Mängel, dass Polizisten den Sattelzug stilllegten und 1.600 Euro Sicherheitsleistung von dem 34 Jahre alten Fahrer erhoben.


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