Köln: Hil­fe für den Schwa­nen­nach­wuchs am Aache­ner Weiher

Jungschwäne - Kippflügel - Aachener Weiher - Juli 2021 - Köln-Neustadt-SüdFoto: Jungschwäne mit Kippflügel am Aachener Weiher (Köln-Neustadt), Urheber: Stadt Köln

Der Nach­wuchs einer Schwa­nen­fa­mi­lie am Aache­ner Wei­her ist in sei­ner Ent­wick­lung beeinträchtigt.

Die Tie­re haben so genann­te Kipp­flü­gel ent­wi­ckelt. Dies ist eine Gelenk­er­kran­kung, bei der die Flü­gel ver­dreht sind, mit der Fol­ge, dass die Tie­re nicht flie­gen kön­nen. Dies bedeu­tet, dass sie an Land bei Gefahr nicht flüch­ten kön­nen. Im Herbst/Winter, wenn die Ver­trei­bungs­zeit durch die Eltern beginnt, kön­nen sie nicht abflie­gen. Sie wer­den dann ent­we­der von den Eltern ver­letzt, getö­tet oder von der Grün­flä­che gejagt, da die Eltern sie nicht mehr in der Nähe dulden.

Auf­merk­sa­me Tier­schüt­zer haben die Tie­re ent­deckt und sich an die Stadt gewandt. Sie möch­ten die Jung­tie­re ein­fan­gen und zur Behand­lung in eine Wild­tier­auf­fang­sta­ti­on brin­gen. Denn solan­ge die Gelen­ke noch weich sind, kön­nen die betrof­fe­nen Flü­gel durch eine spe­zi­el­le Ver­bands­tech­nik in der ursprüng­li­chen Posi­ti­on fixiert wer­den. Ob die Vögel spä­ter wie­der flie­gen kön­nen, lässt sich immer erst nach der Behand­lung sagen.

Da es sich um Wild­tie­re han­delt, ist für die­ses Vor­ha­ben eine Geneh­mi­gung des Amtes für Land­schafts­pfle­ge und Grün­flä­chen erfor­der­lich. Die­se wur­de kurz­fris­tig erteilt. Die vier Jung­vö­gel wer­den gemein­sam mit ihren Eltern am heu­ti­gen Don­ners­tag, den 22. Juli 2021 vom Tier­not­ruf Düs­sel­dorf ein­ge­fan­gen und zur Behand­lung in die Auf­fang­sta­ti­on gebracht.

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