Köln: Hotel­gast wirft meh­re­re Fla­schen aus dem Fens­ter auf Passanten

Stadthotel am Römerturm - Köln-AltstadtFoto: Stadthotel am Römerturm (Köln-Altstadt), Urheber: STADTHOTEL Am Römerturm

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag­abend wur­de ein Hotel­gast ver­haf­tet, der zuvor meh­re­re Glas­fla­schen aus dem Hotel­fens­ter geschmis­sen hat­te. Bewusst soll­ten Pas­san­ten getrof­fen werden.

Sei­nen als­bal­di­gen „Hotelzimmer”-Wechsel förm­lich erbet­telt hat ein 27-Jäh­ri­ger am spä­ten Sonn­tag­abend (16. Sep­tem­ber 2018) in der Köl­ner Innen­stadt. Mehr­fach hat­te der anschlie­ßend Ver­haf­te­te nach der­zei­ti­gem Erkennt­nis­stand Pas­san­ten von einem Hotel­fens­ter aus mit Glas­fla­schen bom­bar­diert. Nur zufäl­lig kam dabei nie­mand zu Schaden.

Gegen 22:20 Uhr hat­te zunächst ein Rad­fah­rer (35) die Sankt-Apern-Stra­ße auf Höhe des 4‑S­ter­ne-Hau­ses befah­ren. „Als ich am Haupt­ein­gang vor­bei­kam, knall­te plötz­lich unmit­tel­bar neben mir eine vol­le Wod­ka­fla­sche auf den Asphalt und zer­split­ter­te”, mel­de­te der Köl­ner umge­hend der Hotel­re­zep­ti­on. „An einem Fens­ter im vier­ten Ober­ge­schoss stand einer Ihrer Hotel­gäs­te.” Als er den Angrei­fer zur Rede gestellt habe, hät­te die­ser ihn mit den Wor­ten ‘Ver­piss Dich, Du Arsch­loch!‘ abge­fer­tigt, so der 35-Jäh­ri­ge wei­ter. Kurz dar­auf ver­fehl­te eine wei­te­re von dem Ver­däch­ti­gen hin­un­ter­ge­wor­fe­ne Fla­sche nur knapp zwei Fuß­gän­ger (22, 24).

Umge­hend alar­mier­te Poli­zis­ten tra­fen den 27-Jäh­ri­gen dann in sei­nem Hotel­zim­mer an. Eine Über­prü­fung sei­ner Per­so­na­li­en ergab, dass gegen den Mann ein Haft­be­fehl wegen Betru­ges vor­lag. Der Deut­sche, der in Deutsch­land kei­nen fes­ten Wohn­sitz vor­wei­sen kann, wur­de fest­ge­nom­men. Auf den von ihm mit­ge­führ­ten und augen­schein­lich hoch­wer­ti­gen Schmuck ange­spro­chen räum­te er ein, kein fes­tes Ein­kom­men zu haben. Er finan­zie­re das aus „kri­mi­nel­len Machen­schaf­ten”, so der Ver­däch­ti­ge weiter.

Er ist bereits mit diver­sen Eigen­tums- und Gewalt­de­lik­ten in Erschei­nung getre­ten und mehr­fach vor­be­straft. Den Schmuck stell­ten die Poli­zis­ten sicher. Nach­dem sie dem zwi­schen­zeit­lich laut schrei­en­den und wild ges­ti­ku­lie­ren­den Mann Hand­fes­seln ange­legt hat­ten, fuh­ren ihn die Schutz­leu­te zur Ver­kün­dung des Haft­be­fehls zum Polizeigewahrsam

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