Köln: KVB-Direktvergabe der Stadt Köln ist nun rechtskräftig

Kölner Verkehrs-Betriebe AG - Hauptverwaltung - Köln-BraunsfeldFoto: Kölner Verkehrs-Betriebe AG - Hauptverwaltung (Köln-Braunsfeld)

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Entscheidung der Vergabekammer Rheinland zur Wirksamkeit der Direktvergabe der Stadt Köln an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG bestätigt.

Damit steht rechtskräftig fest, dass der am 01. Januar 2020 in Kraft getretene „Öffentliche Dienstleistungsauftrag“ (ÖDLA) wirksam von der Stadt Köln an die KVB vergeben worden ist. Der ÖDLA regelt die Sicherstellung und Finanzierung des ÖPNV im Stadtverkehr Köln bis zum Jahr 2042.

Auf Grundlage eines Ratsbeschlusses vom 4. April 2019 hatte die Stadt Köln den ÖDLA im Wege einer sogenannten Direktvergabe an die KVB als städtisches Beteiligungsunternehmen vergeben. Die Stadt Köln hatte die Direktvergabe langjährig vorbereitet und sich dabei von einer spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei beraten lassen. Sie war stets davon ausgegangen, dass die Direktvergabe rechtmäßig und wirksam ist. Dies ist nun durch den Beschluss des OLG Düsseldorf rechtskräftig bestätigt worden.

Ein privates Busunternehmen, die Firma Tirtey, hatte den Nachprüfungsantrag am 02. Mai 2019 bei der Vergabekammer gestellt. Schon die Vergabekammer hatte den Antrag in erster Instanz zurückgewiesen. Die Firma Tirtey hat sich nicht nur gegen die Direktvergabe des ÖDLA gewendet, sondern auch gegen die Finanzierung des Verlustausgleichs der KVB. Dieser Antrag ist im Nachprüfungsverfahren bereits unzulässig. Das Busunternehmen ist vom OLG Düsseldorf insoweit an das Landgericht Köln verwiesen worden. Der Verlustausgleich der KVB ist aus Sicht der Stadt Köln aufgrund des nunmehr rechtskräftig wirksamen ÖDLA gerechtfertigt.

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