Köln: Mahn­wa­che auf der Dom­plat­te nach Gleis-Atta­cke in Frankfurt

Köln Domplatte - Hauptbahnhof - Bundespolizistin - Köln-InnenstadtFoto: Bundespolizistin auf der Kölner Domplatte (Köln-Innenstadt)

Für den heu­ti­gen Abend wur­de eine Mahn­wa­che ange­kün­digt und eine Gegen­de­mons­tra­ti­on ange­mel­det, die sich mit dem The­ma der Gleis-Atta­cke in Frank­furt beschäftigen.

Für heu­te ab 20:00 Uhr wur­de eine „Mahn­wa­che” auf der Dom­plat­te von einer Pri­vat­per­son ange­kün­digt. Mit dem Titel „Wir wol­len kei­ne Opfer mehr” bezie­hen sich die Grup­pie­run­gen auf die Gleis-Atta­cke in Frank­furt am Main am ver­gan­ge­nen Mon­tag – erwar­tet wer­den cir­ca 50 bis 100 Teilnehmer.

Als Reak­ti­on dar­auf wur­de eine „Gegen­de­mons­tra­ti­on” ange­mel­det vom Bünd­nis „Köln gegen Rechts” mit dem Titel „Nein zu Het­ze und Heu­che­lei – Für Soli­da­ri­tät und Anteil­nah­me”. Beginn ist bereits schon um 19:30 Uhr auf dem Bahn­hofs­vor­platz – erwar­tet wer­den cir­ca 300 Teilnehmer.

Nach­trag vom 02.08.2019 um 13:34 Uhr:
Es sol­len kei­ne „rech­te Grup­pie­run­gen” der Mahn­wa­che sein, son­dern eine „all­ge­mei­ne Demo, wo alle will­kom­men sind”. Dies möch­ten wir noch­mal zum Aus­druck bringen.

Nach­trag vom 02.08.2019 um 18:17 Uhr:
Wir erhiel­ten eben eine Nach­richt, dass wir inner­halb von 30 Minu­ten die­sen Bei­trag löschen sol­len. Es wur­de gesagt, dass man weder sich rechts, noch links oder sonst­wie sich zuord­net. Lei­der wur­de aber nicht gesagt, wer über­haupt „man” ist. Wir gehen davon aus, dass es jemand von der Mahn­wa­che-Grup­pie­rung ist, aber miss­in­ter­pre­tiert, dass wir sie nicht als rech­te Bewe­gung anse­hen. Dies haben wir auch heu­te um 13:34 Uhr noch­mal zum Aus­druck gebracht. Soll­te die Per­son, die uns die­se Nach­richt hin­ter­las­sen hat, die­sen Nach­trag sehen, möch­ten wir dar­um bit­ten, noch ein­mal anzu­ru­fen und län­ger als zwei-/drei­mal klin­geln zu lassen.

Nach­trag vom 02.08.2019 um 18:52 Uhr:
Die 30 Minu­ten sind um, wir haben lei­der nicht den erneu­ten Anruf erhal­ten. Auf­grund, dass die Mail­box­nach­richt mit einer unter­drück­ten (unbe­kann­ten) Num­mer getä­tigt wur­de, konn­ten wir auch nicht zurück­ru­fen, um zu hin­ter­fra­gen, wo genau in die­sem Bei­trag „Ruf­mord” betrie­ben wird oder wir die Mahn­wa­che-Grup­pie­rung als eine rech­te Bewe­gung anse­hen. Abge­se­hen davon befin­den wir uns seit 17:43 Uhr mit der Face­book-Grup­pen­in­ha­be­rin „#schütz­t­un­sere­kin­der Köln” (öffent­li­che Face­book-Grup­pe) im Aus­tausch. Wir erfrag­ten, ob sie ein paar per­sön­li­che Wor­te zu sich und der Grup­pie­rung sagen möch­te, die wir hier als Nach­trag ergän­zen möch­ten. Hier ein paar Wor­te von uns zu die­ser Grup­pie­rung: Wie bereits schon zwei­mal erwähnt, han­delt es sich bei die­ser Mahn­wa­che nicht um eine rech­te Bewegung/Gruppierung. Lei­der haben gewis­se Men­schen die­se Mahn­wa­che „für sich” bean­sprucht und fal­sche Pro­pa­gan­da in den sozia­len Medi­en ver­brei­tet – und somit ent­stand der Ein­druck, dass die Mahn­wa­che-Grup­pie­rung sich zu den Rech­ten ange­hö­ren (möch­ten). Das wur­de unter ande­rem in einem öffent­li­chen Video der Face­book-Grup­pen­in­ha­be­rin mehr als demen­tiert. Zitat: „Seit heu­te Mor­gen errei­chen uns ganz vie­le Nach­rich­ten, Kom­men­ta­re und Screen­shots von gewis­sen Postings – ich möch­te sagen: Wir distan­zie­ren uns ganz klar, ganz klar von der Sei­te der NPD, von der, der mit damit zusam­men­hän­gen­den Pro­pa­gan­da für unse­re Mahnwache.”

Nach­trag vom 02.08.2019 um 23:58 Uhr:
Wer sich für ein „fol­lowup” als per­sön­li­cher Kom­men­tar inter­es­siert, kann die­sen Bei­trag sich durch­le­sen: Kom­men­tar: Mahn­wa­che-Grup­pie­rung war stehts für eine fried­li­che Demo

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