Köln: Sprayer beschädigt mutwillig fünf Fahrzeuge der Bundespolizei

Bundespolizei NRW Köln - Einsatzfahrzeuge - Sprühfarbe - 2018Foto: Einsatzfahrzeug der Bundespolizei NRW (Köln-Vorplatz), Urheber: Bundespolizei

In der vergangenen Nacht wurden fünf Einsatzfahrzeuge der Bundespolizei von einem Sprayer mutwillig zerstört. Zwei Fahrzeuge sind aufgrund des Schadens nicht mehr einsatzfähig.

In der Nacht von Freitag auf Samstag besprühte ein junger Mann fünf Einsatzfahrzeuge der Bundespolizei. Ein Taxifahrer vom Bahnhofsvorplatz in Köln bemerkte die Tat und alarmierte die Bundespolizei. Nach kurzer Flucht wurde der 23-jährige Kölner festgenommen.


Ein aufmerksamer Taxifahrer, der vor dem Kölner Hauptbahnhof auf seine Kunden wartete traute seinen Augen nicht: Ein junger Mann sprühte mit einer Spraydose willkürlich auf mehrere Einsatzfahrzeuge der Bundespolizei. Umgehend alarmierte er die Polizisten in der Containerwache auf dem Bahnhofsvorplatz.

Die Bundespolizisten verfolgten den Flüchtigen zunächst in Richtung Marzellenstrasse. Dieser wendete jedoch wieder als er ein Martinshorn wahrnahm und rannte in Richtung Bahnhofsvorplatz zurück. Auch der wage Versuch, sich noch hinter einem Auto zu verstecken, missglückte vollkommen, die Bundespolizisten nahmen den 23-Jährigen vorläufig fest.


Diese Maßnahme gefiel dem Straftäter nicht und er wehrte sich mit Händen und Füßen. Zwei Polizeibeamte wurden dadurch leicht verletzt, konnten jedoch ihren Dienst fortsetzen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von ca. einem Promille. Auf Nachfrage, warum er die Dienstwagen der Bundespolizei besprühte, gab er an, die Tat aus Frust gegenüber der Polizei ausgeübt zu haben.

Zwei Einsatzfahrzeuge sind aufgrund der Farbschmierereien nicht mehr fahrtüchtig. Die anderen drei Fahrzeuge müssen entsprechend gereinigt werden. Die Schadenshöhe wird durch einen Fachdienst der Bundespolizei noch ermittelt.


Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel, Sachbeschädigung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein. Der Tatverdächtige wurde aufgrund fehlender Haftgründe entlassen.