Köln: Stadt erarbeitet Strategiepapier für Wohnungsbedarf

Wohnhäuser - Fenster - Dach - Haus - Wohnungen - Wohnhaus - Haus - GebäudeFoto: Sicht auf Wohnhäuser, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat die Ergebnisse eines Gutachtens nun den politischen Gremien als Mitteilung zur Kenntnis gegeben.

Das Forschungs- und Beratungsinstitut empirica ag hat das Gutachten im Auftrag der Stadt Köln basierend auf der Bevölkerungsprognose für Köln 2018 bis 2040 erstellt. Das Gutachten bildet die Grundlage für eine systematische Ableitung von Konsequenzen und Zielsetzungen für die Stadtentwicklung, Wohnungs- und Wohnungsbaupolitik sowie die Festlegung von neuen Zielwerten für den Kölner Wohnungsbau.

Das Gutachten zeigt, dass jährlich mindestens zwischen 1.900 und 2.800 neue Wohneinheiten gebaut werden müssen, um das erwartete Bevölkerungswachstum von sechs Prozent bis 2040 zu realisieren. Wenn dies nicht gelingt, würden sich die Anspannungen auf dem Wohnungsmarkt weiter verschärfen. In der Modellrechnung wird angenommen, dass die Qualität der Wohnraumversorgung konstant bleibt, das heißt, dass sie sich weder verbessert noch verschlechtert. Die berechneten Zahlen der neuzubauenden Wohnungen sind somit als Minimum zu verstehen, dass sich rein mengenmäßig aus der Bevölkerungs- und Haushalteentwicklung berechnet.

An dieser Stelle setzt nun der weitere Prozess an, um auf Grundlage des Gutachtens Strategien zu entwickeln, damit die Wohnraumversorgung in Köln quantitativ und qualitativ nachhaltig verbessert werden kann. Der Verwaltungsvorstand hatte beschlossen, dass die Verwaltung unter Beteiligung des Wohnungsbauforums ein Strategiepapier entwickelt. In diesem werden vor dem Hintergrund der tatsächlichen demografischen Entwicklung, der Flächenverfügbarkeit, der möglichen Bauleistung und etwaiger Nachhol- und Ersatzbedarfe realisierbare Zielzahlen sowie Handlungsempfehlungen für den Wohnungsbau in Köln bis 2040 erarbeitet. Das Strategiepapier soll im Sommer 2021 vorgelegt werden.

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