Lever­ku­sen: Rei­sen­der ver­ur­sacht in Schle­busch ICE-Notbremsung

Zug - Deutsche Bahn - Züge - Zug - Unwetter - Regen - HBF - Bahnhof - Schienen - ICE Foto: ICE-Zug bei Unwetter, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Sams­tag­nach­mit­tag lei­te­te ein Lok­füh­rer eine Not­brem­sung des ICE 720 in Lever­ku­sen-Schle­busch ein.

Grund hier­für war ein Mann, der an der Bahn­steig­kan­te saß und die Bei­ne in die Glei­se „bau­meln” ließ. Die Bun­des­po­li­zei hat die Ermitt­lun­gen wegen gefähr­li­chen Ein­griff in den Bahn­ver­kehr aufgenommen.

Gegen 15:35 Uhr wur­de die Bun­des­po­li­zei alar­miert, da es angeb­lich am Hal­te­punkt Lever­ku­sen-Schle­busch zu einem Unfall mit einer Per­son gekom­men war. Vor Ort wur­de ein 54-Jäh­ri­ger ange­trof­fen, der zuvor am Bahn­steig eins geses­sen hat­te und sei­ne Bei­ne in den Gleis­be­reich hin­gen ließ.

Der her­an­na­hen­de Lok­füh­rer des ICEs sah einen Mann zu nah am Gleis­be­reich sit­zen und lei­te­te nach einem Ach­tungs­si­gnal umge­hend eine Schnell­brem­sung ein. Der Zug benö­tig­te über einen Kilo­me­ter, um zum Still­stand zu kom­men. Der Trieb­fahr­zeug­füh­rer star­te­te umge­hend die Alar­mie­rung der Rettungskräfte.

Nach­dem die Feu­er­wehr Lever­ku­sen, Poli­zei Köln sowie Bun­des­po­li­zei am Ein­satz­ort ein­tra­fen, stell­te sich her­aus, dass der Mann unver­letzt war. Nach Zeu­gen­be­fra­gun­gen und Ablö­sung des Lok­füh­rers konn­te der ICE die Fahrt nach Dort­mund fort­set­zen. Die Bun­des­po­li­zei lei­te­te ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen gefähr­li­chen Ein­griff in den Bahn­ver­kehr ein. Durch den Vor­fall ent­stan­den bei sechs Zügen eine Gesamt­ver­spä­tung von 103 Minuten.