Neuss: Trick­die­bin­nen über­rum­peln Senio­rin bei ihr zu Hause

Rentner - Senioren - Rollstuhl - Gebäude - Straße - Mann - FrauFoto: Senioren mit Rollstuhl, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Am Frei­tag erhielt eine Reu­schen­ber­ger Senio­rin über­ra­schend Besuch von zwei Frau­en, die behaup­te­ten, Mit­ar­bei­te­rin­nen einer Super­markt­ket­te zu sein.

Der Zweck ihres Besuchs sei angeb­lich, zuviel gezahl­tes Geld zurück­brin­gen zu wol­len. Auf den Ein­wand der lebens­äl­te­ren Neus­se­rin, dass sie selbst gar nicht dort ein­kau­fe, gin­gen die bei­den Frau­en nicht ein und ver­wi­ckel­ten sie statt­des­sen in ein Gespräch. Eine der bei­den woll­te dann die Toi­let­te auf­su­chen und blieb gerau­me Zeit weg. Die ande­re fing an unter faden­schei­ni­gem Vor­wand sich die Schrank­schub­la­den der Senio­rin anzu­se­hen. Nach etwa einer Vier­tel­stun­de ver­lie­ßen die bei­den mut­maß­li­chen Betrü­ge­rin­nen die Woh­nung wie­der und ent­fern­ten sich in unbe­kann­te Rich­tung. Die Senio­rin stell­te fest, dass auch in den ande­ren Räu­men Schrän­ke geöff­net wor­den waren. Ob und was die bei­den Tat­ver­däch­ti­gen bei ihrer Akti­on erbeu­tet haben, ist der­zeit noch nicht bekannt. Das Kri­mi­nal­kom­mis­sa­ri­at 12 hat die Ermitt­lun­gen in die­sem Betrugs­fall über­nom­men. Die bei­den Unbe­kann­ten sol­len etwa 30 Jah­re alt gewe­sen sein, von schlan­ker Sta­tur und jeweils mit uni­far­be­nem Mund­schutz beklei­det. Eine der bei­den soll eine hel­le Hose getra­gen haben.

Wer zur Tat­zeit die bei­den Frau­en an der Eras­mus­stra­ße gese­hen hat oder Hin­wei­se geben kann auf ein mög­li­ches ver­däch­ti­ges Fahr­zeug, wird gebe­ten, sich unter der Ruf­num­mer 02131 300–0 mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu setzen.

Die Poli­zei rät: Wenn Frem­de vor Ihrer Tür ste­hen, dür­fen Sie ein gesun­des Miss­trau­en zei­gen. Betrü­ger nut­zen unter­schied­li­che Rol­len, um auf das Grund­stück oder in die Woh­nung zu kom­men. Las­sen Sie sich die Recht­mä­ßig­keit des Anlie­gens bestä­ti­gen, bevor Sie Frem­den Zutritt gewäh­ren! Bei­spiels­wei­se kön­nen Sie auch bei der jewei­li­gen Insti­tu­ti­on anru­fen und sich nach dem Mit­ar­bei­ter oder der Mit­ar­bei­te­rin erkun­di­gen. Wich­tig hier­bei ist aller­dings: Suchen Sie selbst die Num­mer heraus!

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