NRW: Bau­mi­nis­te­rin warnt vor Heiz­kos­ten-Ham­mer im Frühjahr

Heizung - Heizungsregler - Regler - WandFoto: Sicht auf eine Heizung, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Bau­mi­nis­te­rin von Nord­rhein-West­fa­len – Ina Schar­ren­bach – warnt vor einer mög­li­chen Spal­tung der Gesell­schaft durch explo­die­ren­de Energiekosten.

„Die Bür­ger wer­den im Früh­jahr einen Heiz­kos­ten-Ham­mer spü­ren und erst­mals mer­ken, was die Ener­gie­wen­de kos­tet”, sag­te sie der „West­deut­schen All­ge­mei­nen Zei­tung” (Don­ners­tags­aus­ga­ben). „Men­schen müs­sen da mit­kom­men, sonst ver­lie­ren wir sie. Die Ener­gie­prei­se spal­ten die Gesell­schaft”. Ohne zusätz­li­che Sozi­al­leis­tun­gen und eine Umver­tei­lung wer­de es laut Schar­ren­bach nicht gehen. In einem ers­ten Schritt soll­ten zumin­dest jene Bür­ger, die Wohn­geld erhal­ten, ein „Extra-Wohn­geld” bekom­men, sag­te sie. Etwa die Hälf­te des Strom­prei­ses bestehe aus staat­lich ver­an­lass­ten Steu­ern, Abga­ben und Umlagen.

Seit der Libe­ra­li­sie­rung des Strom­mark­tes 1998 habe sich die­ser Kos­ten­block ver­vier­facht. Bezahl­ba­re Ener­gie gehö­re aber zur Daseins­vor­sor­ge. „Des­halb ist auch die Bun­des­re­gie­rung in der Pflicht, dro­hen­de Ener­gie-Armut zu ver­hin­dern”, so Schar­ren­bach. „Um Bür­ger zu ent­las­ten, wäre eine Sen­kung der Mehr­wert­steu­er auf Ener­gie­trä­ger auf neun oder sie­ben Pro­zent denk­bar. Davon wür­den alle Bür­ger profitieren.”

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