NRW: Grüne drängen auf Erhalt der letzten Braunkohle-Dörfer

Braunkohletagebau Garzweiler - Zaun - RWE-Schild - JüchenFoto: Sicht auf den Braunkohletagebau Garzweiler (Jüchen)

Die Grünen haben aufgefordert, die Umsiedlung und Zerstörung der Dörfer im Braunkohle-Abbaugebiet Garzweiler sofort aufzuhalten.

„Bitte stoppen Sie alle Aktivitäten des Bergbautreibenden und seiner Beauftragen im Vorgriff auf die Zerstörung und Inanspruchnahme der Dörfer durch den Kohleabbau“, heißt es in dem Schreiben, das prominente Grüne im Bund und im Land an Laschet sandten und über das die „Rheinische Post“ (Samstagausgaben) berichtet. Sie berufen sich dabei auf ein Gutachten der Arbeitsgemeinschaft BET Aachen und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums.

Das Gutachten war erst in dieser Woche bekannt geworden, obwohl es bereits vor einem Jahr fertiggestellt worden war. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass nach den Vorgaben der Kohlekommission für den Kohleausstieg die Umsiedlung und Inanspruchnahme der Dörfer Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich und Beverath nicht erforderlich ist. „Die Enteignung und Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat ist überhaupt nur dann zu rechtfertigen, wenn es unabweisbare, zwingende Gründe im Sinne der Allgemeinheit dafür gibt. Darauf weisen auch immer wieder Gerichte in entsprechenden Verfahren hin“, heißt es in dem Schreiben an Laschet.

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