NRW: Grü­ne für Schü­ler­nach­hil­fe in allen Ferienzeiten

Schulflur - Stühle - Schule - Treppen - TürFoto: Sicht auf Stühle in einem Flur einer Schule, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Schü­ler in NRW sol­len nach dem Wil­len der Grü­nen in allen Feri­en Nach­hil­fe bekom­men können.

„Der lan­ge Lock­down kann bei den Schü­lern gro­ße Lücken ver­ur­sa­chen. Rei­che­re Fami­li­en finan­zie­ren Nach­hil­fe­stun­den, sozi­al benach­tei­lig­te Kin­der aber brau­chen drin­gend eine staat­lich orga­ni­sier­te Nach­hil­fe”, sag­te die bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen-Frak­ti­on, Sig­rid Beer, der „Rhei­ni­schen Post” (Don­ners­tag­aus­ga­be).

Zusam­men mit Grü­nen-Co-Lan­des­chef Felix Banas­zak hat Beer ein Feri­en­pro­gramm ent­wor­fen, über das die „Rhei­ni­sche Post” vor­ab berich­tet. „Wir schla­gen ein ver­bind­li­ches Feri­en­pro­gramm vor, das schon in den Oster­fe­ri­en begin­nen und durch­gän­gig in allen Feri­en statt­fin­den soll”, sag­te Beer. Dem­zu­fol­ge sol­len ins­be­son­de­re benach­tei­lig­te Kin­der ein Ange­bot der Schu­len bekom­men und vor Ort in klei­nen, sta­bi­len Grup­pen unter­rich­tet wer­den. Die Aus­wahl trä­fen Leh­rer und Schul­so­zi­al­ar­bei­ter zusam­men mit den Eltern, so Beer.

Eltern könn­ten sich aber auch von sich aus an die Schu­len wen­den, heißt es in dem Papier. Dabei gehe es nicht nur ums Ler­nen, son­dern auch um Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und sozia­les Mit­ein­an­der. Damit die Teil­nah­me ernst genom­men wird, soll mit den Eltern und Schü­lern ein Bil­dungs­ver­trag geschlos­sen wer­den. Zudem sol­len benach­tei­lig­te Schü­ler einen Paten ver­mit­telt bekom­men, der ihnen auch zu Schul­zei­ten zur Sei­te steht.

In der Finan­zie­rung sieht Beer kein Pro­blem: „Ein sol­ches Pro­gramm lässt sich aus nor­ma­len Haus­halts­mit­teln bestrei­ten: 70 Mil­lio­nen Euro für Feri­en­pro­gram­me sind noch nicht abge­ru­fen. Hin­zu kom­men 200 Mil­lio­nen Euro, die übrig sind, weil Leh­rer­stel­len nicht besetzt wer­den können”.

Das NRW-Schul­mi­nis­te­ri­um hat­te 2020 ein Feri­en-Nach­hil­fe-Pro­gramm im Volu­men von 75 Mil­lio­nen Euro auf­ge­legt. Davon wur­den dem Minis­te­ri­um zufol­ge bis Mit­te Dezem­ber 2,9 Mil­lio­nen Euro abge­ru­fen. Das Pro­gramm erreich­te rund 15.000 der 2,5 Mil­lio­nen Schü­ler in NRW.

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