NRW: Ver­kehrs­mi­nis­ter lehnt einen Auto­bahn-Aus­bau ab

Autobahn - Auto - Schild - Blau - Weiß - Baum - Autodach - AntenneFoto: Sicht auf ein Autobahn-Schild, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Oli­ver Kri­scher stellt die geplan­ten Aus­bau­pro­jek­te auf der A 1 und A 3 im Groß­raum Köln/Leverkusen grund­sätz­lich infrage.

Das betrifft die geplan­te Ver­brei­te­rung der A1-Stel­ze zwi­schen der Lever­ku­se­ner Rhein­brü­cke und dem Auto­bahn­kreuz Lever­ku­sen und den vier- bis fünf­spu­ri­gen Aus­bau der A3 von Köln Rich­tung Nor­den bis zum Kreuz Hil­den, berich­tet der „Köl­ner Stadt-Anzei­ger”. Auch beim Umbau des Lever­ku­se­ner Kreu­zes kön­ne es nur noch dar­um gehen, die schlimms­ten Eng­päs­se zu besei­ti­gen. „Die A3 ist schon drei­spu­rig – eine oder zwei wei­te­re Spu­ren wür­den irr­sin­ni­ge Sum­men ver­schlin­gen”, sag­te Kri­scher der Zei­tung. Der NRW-Ver­kehrs­res­sort­chef for­der­te Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing auf, die im Koali­ti­ons­ver­trag von SPD, Grü­nen und FDP ver­ein­bar­te Über­ar­bei­tung des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans 2030 in Angriff zu neh­men. „Wir haben ver­ein­bart, dass Bestan­der­halt vor Neu­bau geht. Wir pla­nen gera­de den Aus­bau von Auto­bahn­kreu­zen wie in Lever­ku­sen oder Duis­burg-Kai­ser­berg für Ver­kehrs­men­gen, bei denen wir den Kli­ma­schutz ver­ges­sen kön­nen, wenn das so kommt”.

Nach Anga­ben von Kri­scher müs­sen in den kom­men­den zehn Jah­ren von den 13.000 Auto­bahn­brü­cken in Deutsch­land rund 4.000 saniert oder erneu­ert wer­den. „Was wir in Lüden­scheid mit der Sper­rung der Rah­me­de-Tal­brü­cke auf der Sau­er­land­li­nie erle­ben, darf nicht noch ein­mal pas­sie­ren. Da bleibt für Neu­bau­pro­jek­te wenig Geld übrig.” Der Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan, in dem der Aus­bau in Lever­ku­sen in der höchs­ten Kate­go­rie ein­ge­stuft ist, bestehe zu zwei Drit­teln aus „Wünsch-Dir-was-Pro­jek­ten”, die in den nächs­ten Jah­ren kei­ner­lei Chan­cen auf Rea­li­sie­rung hät­ten. Das lie­ge nicht nur am feh­len­den Geld, son­dern auch am Man­gel an Bauingenieuren.

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