NRW: Vie­le Haus­ärz­te wol­len Astra­Ze­ne­ca nicht verimpfen

Advance Purchase Agreement - Europäische Kommission - AstraZeneca - Coronavirus - Vertrag - KugelschreiberFoto: Vertrag zwischen EU und Astrazeneca, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Chef der Haus­ärz­te­ver­bands NRW kri­ti­siert, dass die Haus­ärz­te in der kom­men­den Woche Astra­Ze­ne­ca ver­imp­fen müssen.

„Wegen des Hin und Hers um Astra­Ze­ne­ca sind vie­le Pati­en­ten und Ärz­te ver­un­si­chert”, sag­te Fun­ken der „Rhei­ni­schen Post” (Mitt­woch­aus­ga­be). Es gebe vie­le Haus­ärz­te, die Astra­ze­ne­ca nicht ver­imp­fen wol­len. „Umso ärger­li­cher ist es, dass sie in der kom­men­den Woche nur dann mit Bio­n­tech belie­fert wer­den sol­len, wenn sie eben­so vie­le Astra­Ze­ne­ca-Dosen abneh­men”. So sehe es eine Anwei­sung des Bun­des vor.

Das bestä­tig­te Tho­mas Preis, Chef des Apo­the­ker­ver­bands Nord­rhein: „Die etwa hälf­ti­ge Auf­tei­lung zwi­schen Bio­n­tech und Astra­Ze­ne­ca muss von den Arzt­pra­xen akzep­tiert wer­den. Andern­falls wür­de gar kei­ne Aus­lie­fe­rung statt­fin­den dür­fen”. Zugleich for­der­te der Haus­ärz­te-Chef, die Prio­ri­sie­rung auf­zu­ge­ben, um alle Astra­ze­ne­ca-Dosen zu ver­imp­fen: „Wenn wir jetzt Stre­cke machen wol­len, müs­sen wir die Prio­ri­sie­rung auf­ge­ben. Wenn eine Pra­xis nicht genug über 60-jäh­ri­ge Pati­en­ten hat, die mit Astra­ze­ne­ca geimpft wer­den kön­nen und wol­len, muss es den Ärz­ten frei­ge­stellt sein, auch jün­ge­re Pati­en­ten damit zu imp­fen, auch wenn die­se Pati­en­ten kei­ner Prio­ri­sie­rungs­grup­pe ange­hö­ren”, so Fun­ken. Zugleich sag­te der Haus­ärz­te-Chef: „Die Stu­di­en zei­gen, dass Bio­n­tech und Astra­ze­ne­ca gleich­wer­ti­ge Impf­stof­fe sind. Astra­ze­ne­ca ist durch Poli­tik und Behör­den schlecht gere­det worden”.

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