Ber­lin: Regie­rung ver­schickt Maß­nah­men-Lis­te an die Länder

Toilettenpapier - Küchenpapier - Feuchttücher - Regal - Ausverkauft - Hamsterkäufe - März 2020Foto: Hamsterkäufe auf Toilettenpapier im Supermarkt (März 2020), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Im Kampf gegen die Coro­na-Kri­se will die Bun­des­re­gie­rung offen­bar hart durch­grei­fen. In der Lis­te wird detail­liert beschrie­ben, wel­che Geschäf­te offen blei­ben dürfen.

Laut eines Berichts der „Bild” hat der Kabi­netts­aus­schuss der Bun­des­re­gie­rung den Bun­des­län­dern eine neue Lis­te mit Emp­feh­lun­gen zukom­men las­sen, wel­che die sozia­len Kon­tak­te im öffent­li­chen Bereich auf ein Mini­mum redu­zie­ren sol­len. Offen blei­ben sol­len dem­nach wei­ter­hin Ein­zel­han­dels­be­trie­be für Lebens- und Fut­ter­mit­tel, Wochen­märk­te, Lie­fer­diens­te, Apo­the­ken, Sani­täts­häu­ser, Dro­ge­rien, Tank­stel­len sowie Ban­ken und Spar­kas­sen, Post­stel­len, Wasch­sa­lons und der Groß­han­del. Zusätz­lich dazu sol­len Sonn­tags­ver­kaufs­ver­bo­te für die­se Läden bis auf Wei­te­res grund­sätz­lich aus­ge­setzt werden.

Für Bau‑, Gar­ten- und Tier­be­darfs­märk­te sol­len laut „Bild” stren­ge Auf­la­gen erlas­sen wer­den, vor allem um War­te­schlan­gen zu ver­mei­den. Restau­rants und Gast­stät­ten sol­len frü­hes­tens ab 06:00 Uhr öff­nen, spä­tes­tens um 18:00 Uhr schlie­ßen. Wei­te­re Emp­feh­lun­gen: Dienst­leis­ter und Hand­wer­ker kön­ne ihren Job wei­ter aus­üben. Ganz deut­lich wird dem Bericht zufol­ge fest­ge­legt, dass alle Ein­rich­tun­gen des Gesund­heits­we­sen unter Beach­tung der gestie­ge­nen hygie­ni­schen Anfor­de­run­gen geöff­net bleiben.

Geschlos­sen wer­den sol­len: Bars, Clubs, Dis­ko­the­ken; Thea­ter, Opern, Kon­zert­häu­ser, Muse­en; Mes­sen, Aus­stel­lun­gen, Frei­zeit- und Tier­parks und Anbie­ter von Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, Spe­zi­al­märk­te, Spiel­hal­len, Spiel­ban­ken, Wett­an­nah­me­stel­len, Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten, Bor­del­le; Ein­rich­tun­gen in denen Sport­be­trieb statt­fin­det – Sport­an­la­gen, Schwimm- und Spaß­bä­dern; Fit­ness­stu­di­os sowie alle wei­te­ren, nicht an ande­rer Stel­le des Papiers genann­ten Ver­kaufs­stel­len des Ein­zel­han­dels, ins­be­son­de­re Outlet-Center.

In dem Papier außer­dem ent­hal­ten sind Emp­feh­lun­gen für Zusam­men­künf­te, die ab jetzt zu ver­bie­ten sind. Dabei han­delt es sich dem­nach um Zusam­men­künf­te in Ver­ei­nen und sons­ti­gen Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen sowie die Wahr­neh­mung von Ange­bo­ten in Volks­hoch­schu­len, Musik­schu­len und sons­ti­gen öffent­li­chen und pri­va­ten Bil­dungs­ein­rich­tun­gen im außer­schu­li­schen Bereich sowie Rei­se­bus­rei­sen. Auch Zusam­men­künf­te in Kir­chen, Moscheen, Syn­ago­gen und die Zusam­men­künf­te ande­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sind betroffen.

Außer­dem sol­len für eini­ge Berei­che des sozia­len Lebens neue Regeln defi­niert wer­den. So soll es zum Bei­spiel Besuchs­re­ge­lun­gen für Kran­ken­häu­ser, Pfle­ge­hei­me und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen geben. Mög­lich sei zum Bei­spiel eine Besuchs­zeit von ein­mal am Tag für eine Stun­de. Zudem gel­te für die­se Berei­che und Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len und Kin­der­gär­ten ein gene­rel­les Betre­tungs­ver­bot für alle die, die sich in den letz­ten 14 Tagen in Risi­ko­ge­bie­ten im Aus­land oder beson­ders betrof­fe­nen Regio­nen im Inland auf­ge­hal­ten haben, schreibt die Zei­tung weiter.

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