Frank­reich: Macron kün­digt Reform des Schen­gen-Abkom­mens an

Angela Merkel - Emmanuel Macron - Bundeskanzlerin - Staatspräsident - PolitikerFoto: Angela Merkel und Emmanuel Macron, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Emma­nu­el Macron hat nach den isla­mis­ti­schen Anschlä­gen in Paris, Niz­za, Dres­den und Wien eine Über­ar­bei­tung des Schen­gen-Abkom­mens angekündigt.

„Wir kön­nen unse­re Gren­zen nicht wei­ter­hin offen hal­ten, wenn wir die Schen­gen-Regln nicht grund­le­gend refor­mie­ren”, sag­te Macron am Diens­tag­nach­mit­tag nach einer Kon­fe­renz mit den Staats­chefs von Öste­reich und Deutsch­land sowie mit EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ursu­la von der Ley­en und EU-Rats­prä­si­dent Charles Michel. Man brau­che eine gemein­sa­me, koor­di­nier­te Vor­ge­hens­wei­se gegen Radi­ka­li­sie­rung und Terrorismus.

Prio­ri­tät habe, dass man die bestehen­den Maß­nah­men umset­ze, die man seit den Anschlä­gen von 2015 erar­bei­tet habe. Jede Lücke in den Sicher­heits­be­hör­den aller Mit­glied­staa­ten sei gefähr­lich für alle Län­der, so der fran­zö­si­sche Staats­chef. Das Inter­net sei Frei­heit, aber es dür­fe nicht zur Gefahr für aller Sicher­heit wer­den, sag­te Macron.

Öster­reichs Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) stimm­te ihm zu und bekräf­tig­te drei Punk­te beson­ders: Es brau­che ein „robus­te­res Vor­ge­hen” gegen­über isla­mis­ti­schen Gefähr­dern, eine Stär­kung der Schen­gen-Außen­gren­zen und man müs­se die „ideo­lo­gi­sche Basis” der Radi­ka­li­sie­rung bekämp­fen, vor allem auch im Inter­net. Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) sag­te: „Es geht hier nicht um eine Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen dem Islam und dem Christentum”.

Man müs­se das Exit-Ent­ry-Sys­tem umset­zen, das bis 2022 geplant sei und die Ver­hin­de­rung der Ver­brei­tung isla­mis­ti­scher Inhal­te müs­se mög­lichst schnell im Rah­men der deut­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft kon­kre­ti­siert wer­den, so Merkel.

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