Polen: FDP will mas­si­ven Zaun an Gren­ze wegen Schweinepest

Polnische Flagge - Polen - Flagge - Hissen - HimmelFoto: Sicht auf eine hissende Flagge von Polen, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die FDP spricht sich dafür aus, die kom­plet­te deutsch-pol­ni­sche Gren­ze mit einem sta­bi­len Zaun abzuriegeln.

So wol­len die Libe­ra­len die Aus­brei­tung der Afri­ka­ni­schen Schwei­ne­pest (ASP) stop­pen, berich­tet die „Neue Osna­brü­cker Zei­tung” unter Beru­fung auf einen ent­spre­chen­den Antrag der Frak­ti­on. Als Vor­bild wird dar­in das 1,50 Meter hohe Bau­werk genannt, wel­ches Däne­mark 2019 ent­lang der Gren­ze zu Deutsch­land errich­tet hat.

Die FDP bezwei­felt, dass bis­lang gebau­te nied­ri­ge­re Elek­tro­zäu­ne in Sach­sen, Bran­den­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern „Schwarz­wild aus Polen effek­tiv zurück­hal­ten oder das in der Ver­gan­gen­heit getan hät­ten”. In dem Antrag ist von „rück­stän­di­gen Bemü­hun­gen” die Rede. Bis­lang sind in Bran­den­burg fast 100 Wild­schwei­ne ent­deckt wor­den, die an ASP ver­en­det sind. Die Krank­heit ist für Schwei­ne töd­lich, für Men­schen aber unge­fähr­lich. Karl­heinz Busen, jagd­po­li­ti­scher Spre­cher der FDP-Frak­ti­on, sag­te: „Damit kein kran­kes Wild­schwein mehr über die deutsch-pol­ni­sche Gren­ze ins Land kommt, brau­chen wir einen sta­bi­len, wild­schwein­si­che­ren Zaun”.

Sei­ne Frak­ti­on will zudem die Zustän­dig­kei­ten neu ord­nen. „Das Kri­sen­ma­nage­ment von Bund, Län­dern und Land­krei­sen bei der Bekämp­fung der Tier­seu­che ist desas­trös”, sag­te Busen und for­der­te: „Des­halb braucht der Bund über Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gun­gen ein Durch­griffs­recht zur direk­ten Anord­nung seu­chen­be­kämp­fen­der Maßnahmen.”

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