Sicher­heit: Zen­tral­rat der Mus­li­me will mehr Poli­zei­schutz für Moscheen

Gläubige - Muslime - Gebet - Menschen - Gebetsraum - Berliner MoscheeFoto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Berliner Moschee, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Zen­tral­rat der Mus­li­me in Deutsch­land for­dert ange­sichts von Über­grif­fen und Bom­ben­dro­hun­gen mehr Poli­zei­schutz für Moscheen.

Der Vor­sit­zen­de des Zen­tral­rats, Aiman Mazyek, sag­te der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung”, er plä­die­re für „ein neu­es Sicher­heits­kon­zept, denn die Gefah­ren­si­tua­ti­on für mus­li­mi­sche Ein­rich­tun­gen hat sich grund­le­gend ver­än­dert”. Bun­des­weit sei­en in die­sem Jahr nur weni­ge Fäl­le von Bom­ben­dro­hun­gen gegen Moscheen öffent­lich gewor­den, es gebe aber mehr, erklär­te Mazyek.

„Wir als ZMD wis­sen von 18 Fäl­len, die Dun­kel­zif­fer dürf­te noch höher sein.” Vie­le Moscheen woll­ten jedoch nicht, dass ent­spre­chen­de Infor­ma­tio­nen nach außen drän­gen, denn sie fürch­te­ten Tritt­brett­fah­rer. Mazyek for­der­te Poli­ti­ker auf, betrof­fe­ne Moscheen zu besu­chen. „Das ist zwar Sym­bol­po­li­tik, aber es braucht Sym­bo­le in die­sem Zusam­men­hang.” Wenn die­ses aus­blei­be, hät­ten alle ver­lo­ren. „Und wenn eine Min­der­heit ange­grif­fen wird, dau­ert es nicht lan­ge, bis es die nächs­te Min­der­heit trifft.” Der Zen­tral­rats­vor­sit­zen­de kri­ti­sier­te: „Es ist fatal, wenn die öffent­li­che Empö­rung aus­bleibt und die­se Vor­gän­ge nicht als Gefahr gegen die Demo­kra­tie als sol­che ver­stan­den werden.”

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