Pretty Links: Shortlink-Plugin datenschutzkonform nach DSGVO verwenden

Justicia - Figur - Waage - Göttin der Gerechtigkeit - Justitia - GerichtFoto: Sicht auf Justitia, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Mit Pretty Links haben WordPress-Benutzer die Möglichkeit, eine individuelle URL zu erstellen, die beispielsweise auf eine bestimmte Webseite weiterleitet.

Möchte man eine bestimmte URL im WordPress-Blog nicht direkt sichtbar machen, kann man es mit dem WordPress-Plugin Pretty Links maskieren. Damit lassen sich sogenannte Shortlinks erstellen, die dann auf eine vorher festgelegte Webseite den Besucher weiterleitet.

Nach dem neuesten DSGVO-Urteil dürfen in der Regel keine Cookies mehr gesetzt werden, die nicht zwingend erforderlich sind. Solch ein Cookie ist zum Beispiel unbedingt erforderlich, wenn man sich mit seinem Benutzerkonto einloggen möchte. Nicht hingegen für notwendig wird ein Cookie angesehen, um Seitenbesucher zu verfolgen (tracken).

Genau das kann Pretty Links nämlich: Das Plugin kann auf Wunsch die Besucher tracken, um feststellen zu können, welche URLs von Pretty Links angeklickt wurden. Zwar kann man hier beispielsweise das Tracken der vollen IP-Adresse deaktivieren, jedoch wird trotzdem ein Cookie („prli_click_1234“ und „prli_visitor“) gesetzt – und somit muss vorher ein Einverständnis geholt werden.

Wer das alles nicht (mehr) möchte, muss einige Änderungen vornehmen, um Pretty Links DSGVO-konform betreiben zu können: Unter „Pretty Links“, „Options“, „Links“, „Default Link Options“ und zum Schluss auf „Enable Tracking“ kann man das Tracken neuer Links deaktivieren. Zwar werden neue Links nicht mehr getrackt, wenn sie angeklickt werden, jedoch weiterhin noch alte Links. Dazu muss man die WordPress-Datenbank anpassen.

Doch vorher sollte man unter „Pretty Links“, „Options“, „Reporting“ und dann auf „Reportings Options“ vorher das „Simple Click Count Tracking (less stats / faster performance)“ anklicken und anschließend optional bereits vorhandene Trackingdaten der Seitenbesucher löschen.

Um nun auch alte Links anzupassen, sodass die Klicks und somit die Seitenbesucher nicht mehr getrackt werden, muss die WordPress-Datenbank öffnen (bearbeiten). Der Tabelleneintrag „pri_links“ zeigt alle zuvor erstellte Pretty Links-URLs an. In der Spalte „track_me“ müssen alle Einträge auf „0“ gesetzt werden – denn dann wird das Tracking auch erst vollständig deaktiviert. Hat man das Tracking zuvor verwendet, wird bei jedem Link eine „1“ vorhanden sein.

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