Ber­lin: 77-jäh­ri­ge Ärz­tin soll fal­sche Impf­aus­wei­se ver­kauft haben

Impfpass - Impfausweis - Impfungen - COVID-19 - Coronavirus - Comirnaty - Februar 2021 - BonnFoto: Impfausweis mit aktueller Impfung gegen das Coronavirus (Bonn), Urheber: dts Nachrichtenagentur

In Ber­lin-Wil­mers­dorf wird eine 77-jäh­ri­ge Ärz­tin ver­däch­tigt, im gro­ßen Stil fal­sche Impf­aus­wei­se gegen das Coro­na­vi­rus aus­ge­stellt zu haben.

Bereits am Vor­tag wur­den die Pra­xis- und Pri­vat­räu­me der Dame im Bezirk Wil­mers­dorf durch­sucht und Beweis­mit­tel sicher­ge­stellt, wie die Gene­ral­staats­an­walt­schaft am Don­ners­tag mitteilte.

Die Frau soll „in einer Viel­zahl von Fäl­len” Per­so­nen, die tat­säch­lich nicht gegen Covid-19 geimpft wor­den sind, gegen ein Ent­gelt von min­des­tens 180 Euro pro Pass Impf­päs­se aus­ge­stellt haben. Die­se hät­ten die­se fal­schen Impf­päs­se dann ein­set­zen kön­nen, um bei Apo­the­ken digi­ta­le Impf­zer­ti­fi­ka­te zu erhal­ten und dadurch den Zutritt zu Kul­tur­ein­rich­tun­gen, Restau­rants, Kauf­häu­sern, Geschäf­ten und ande­ren sol­chen Ein­rich­tun­gen zu „erschlei­chen”, wie es in einer Mit­tei­lung hieß.

Die Durch­su­chun­gen führ­ten nach Anga­ben der Beam­ten zum Auf­fin­den von umfang­rei­chen Beweis­mit­teln, unter ande­rem mut­maß­lich gefälsch­ten Char­gen­auf­kle­bern für Impf­päs­se. Die Ermitt­lun­gen erstre­cken sich auch auf etwai­ge Ver­bin­dun­gen der Tat­ver­däch­ti­gen ins Milieu der orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät, wie es hieß.

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