Ukrai­ne: Hohe Dun­kel­zif­fer bei Flücht­lin­gen erwartet

Hauptbahnhof - Hinweis - Schild - Ukraine-Flüchtlinge - Zug - Februar 2022Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die bis­lang offi­zi­ell regis­trier­ten 210.000 Kriegs­flücht­lin­ge erfas­sen nach Anga­ben der Bun­des­po­li­zei­ge­werk­schaft nicht im Ansatz die Realität.

Der stell­ver­tre­ten­de Bun­des­vor­sit­zen­de der Gewerk­schaft, Manu­el Oster­mann, sag­te am Sonn­tag „Bild TV”: „Wir gehen davon aus, dass die Dun­kel­zif­fer viel­fach höher ist als das.” Zur Begrün­dung ver­wies der dar­auf, dass es kei­ne Grenz­kon­trol­len gebe und dass es „einen Zeit­ver­zug bei der Regis­trie­rung der Men­schen bei den Kom­mu­nen von vier bis sechs Wochen” gebe, bis die Echt­zah­len vorlägen.

Oster­mann wei­ter: „Die Bun­des­re­gie­rung wird sich noch wun­dern, über wel­che Grö­ßen­di­men­sio­nen wir hier spre­chen. Das wird gera­de noch tabui­siert”. Je nach Kriegs­ent­wick­lung wer­de auch die Gesamt­zahl von einer Mil­li­on Kriegs­flücht­lin­gen nicht halt­bar sein. Der Gewerk­schafts-Vize for­der­te kon­se­quen­te Grenz­kon­trol­len, da der Kon­troll­ver­lust von 2015 nach wie vor anhal­te. Grenz­kon­trol­len hät­ten mit Blick auf die Flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne aber aus­schließ­lich den Zweck, „huma­ni­tä­re Hil­fe auch struk­tu­riert gewähr­leis­ten zu können”.

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