Ver­di: Auf­ruf zum Warn­streik im Nah­ver­kehr am Dienstag

Kölner Verkehrs-Betriebe - KVB - Bus - Mercedes Citaro - Buslinie 159Foto: Buslinie 159 der KVB auf der Straße, Urheber: Kölner Verkehrs-Betriebe AG/Archiv

Die Gewerk­schaft Ver­di ruft für kom­men­den Diens­tag zu bun­des­wei­ten Warn­streiks im Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr auf.

Es sei bun­des­weit „mit mas­si­ven Beein­träch­ti­gun­gen im Nah­ver­kehr zu rech­nen”, wie es hieß. Damit sol­le der Druck auf die Arbeit­ge­ber erhöht wer­den. Hin­ter­grund sei, dass die Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber (VKA) es abge­lehnt habe, mit der Gewerk­schaft in Ver­hand­lun­gen einzutreten.

Ver­di for­dert in dem Tarif­kon­flikt für bun­des­weit 87.000 Beschäf­tig­te Rege­lun­gen zur Nach­wuchs­för­de­rung und zur Ent­las­tung der Beschäf­tig­ten. In dem bun­des­wei­ten Rah­men­ta­rif­ver­trag soll zudem die Ungleich­be­hand­lung in den Bun­des­län­dern been­det wer­den. Kon­kret geht es dabei um zen­tra­le Rege­lun­gen wie 30 Urlaubs­ta­ge oder Son­der­zah­lun­gen. Mit einer For­de­rung für Aus­zu­bil­den­de sol­len Anrei­ze zum Ein­stieg in den Beruf und zur Nach­wuchs­för­de­rung geschaf­fen wer­den. Seit März for­dert die Gewerk­schaft hier­zu die Ver­hand­lung eines bun­des­wei­ten Rahmentarifvertrages.

Am Wochen­en­de hat­te sich die VKA gegen die Auf­nah­me von Ver­hand­lun­gen aus­ge­spro­chen. Trotz stei­gen­der Fahr­gast­zah­len sei­en in den letz­ten 20 Jah­ren 15.000 Stel­len abge­baut wur­den, beklagt die Gewerk­schaft. Fol­gen sei­en hohe Krank­heits­quo­ten in den Betrie­ben und feh­len­der Nach­wuchs. In den Bal­lungs­räu­men sei­en Bus­se und Bah­nen über­füllt, in länd­li­chen Regio­nen fehl­ten oft­mals Busfahrer.

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