Kanz­ler­amt: Gas­preis­brem­se soll rück­wir­kend ab Febru­ar gelten

Heizung - Heizungsregler - Regler - WandFoto: Sicht auf eine Heizung, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Gas­preis­brem­se soll die Ver­brau­cher nach den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung bereits ab dem 01. Febru­ar 2022 entlasten.

Das geht aus einem Beschluss­vor­schlag des Bun­des­kanz­ler­amts für die MPK am Mitt­woch her­vor, über den die Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mitt­wochs­aus­ga­ben) berich­ten. Die Gas­preis­brem­se wer­de, wie von der zustän­di­gen Exper­ten­kom­mis­si­on vor­ge­schla­gen, zum 01. März 2022 ein­ge­führt. „Eine Rück­wir­kung zum 01. Febru­ar 2023 wird ange­strebt”. Dem Vor­schlag der Exper­ten­kom­mis­si­on fol­gend, erhal­ten die Ver­brau­cher dem­nach eine „regel­mä­ßi­ge monat­li­che Ent­las­tung”, die sich an 80 Pro­zent des Vor­jah­res­ver­brauchs bemes­se. „Als Vor­jah­res­ver­brauch gilt die Jah­res­ver­brauchs­pro­gno­se, die der Abschlags­zah­lung für den Sep­tem­ber 2022 zugrun­de gelegt wur­de”, heißt es in dem Ent­wurf wei­ter. Der Gas­preis wird für die­sen Ver­brauch auf 12 Cent pro Kilo­watt­stun­de gede­ckelt. Bei Fern­wär­me auf 9,5 Cent pro Kilo­watt­stun­de. Der Beschluss­ent­wurf hat den Stand vom 1. Novem­ber, 12:15 Uhr.

Wenn Bür­ger weni­ger Gas bzw. Wär­me ver­brau­chen, könn­ten sie ihre Gas­rech­nung über die Ent­las­tung durch die Gas­preis­brem­se hin­aus wei­ter redu­zie­ren, beschreibt das Kanz­ler­amt das Modell für die Gas­preis­brem­se. „Denn die monat­li­che Ent­las­tung durch die Gas­preis­brem­se muss nicht zurück­ge­zahlt wer­den, auch wenn die tat­säch­li­che Ver­brauchs­men­ge deut­lich unter den 80 Pro­zent des Vor­jah­res­ver­brauchs liegt. Das bedeu­tet, dass Bür­ger bei jeder gespar­ten Kilo­watt­stun­de Gas den aktu­ell hohen Markt­preis pro Kilo­watt­stun­de spa­ren – der deut­lich über dem gede­ckel­ten Preis von 12 Cent pro Kilo­watt­stun­de liegt.” Die Bun­des­re­gie­rung stellt 200 Mil­li­ar­den Euro zur Finan­zie­rung der Gas­preis­brem­se bereit. Aus den Mit­teln soll dem Ent­wurf zufol­ge auch eine Här­te­fall­re­ge­lung finan­ziert. „Es sol­len Hilfs­pro­gram­me finan­ziert wer­den für Berei­che, in denen trotz der Strom- und Gas­preis­brem­se finan­zi­el­le Belas­tun­gen bestehen, die von den Betrof­fe­nen nicht aus­ge­gli­chen wer­den kön­nen”, heißt es in dem Beschluss­ent­wurf des Kanz­ler­amts. „Hier­für sieht der Bund ins­ge­samt 12 Mil­li­ar­den Euro vor”.

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