SPD: Wer­be­ver­bot für Süßes und Fast­food in Kindersendungen

Fernbedienung - Fernsehzuschauer - Fernseher - WohnzimmerFoto: Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die SPD plant, Wer­bung für Süßes oder Fast­food in Kin­der­sen­dun­gen zügig zu ver­bie­ten. Das Ver­bot soll nicht nur im Fern­se­her durch­ge­setzt werden.

Die Ernäh­rungs­ex­per­tin der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on, Rita Hagl-Kehl, sag­te der „Rhei­ni­schen Post” (Diens­tag): „Kin­der sind ver­letz­li­che Ver­brau­cher und brau­chen des­halb beson­de­ren Schutz.” Die SPD set­ze sich seit Jah­ren für ein Ver­bot von an Kin­der gerich­te­ter Wer­bung für unge­sun­de Lebens­mit­tel wie Limo­na­den, Knab­ber­zeug und Süßig­kei­ten ein. „Mit der Ampel kann das nun end­lich umge­setzt wer­den”, ver­wies Hagl-Kehl auf eine ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­rung im Koali­ti­ons­ver­trag. Es gehe nicht nur um Rekla­me im Fern­se­hen, son­dern auch in Zeit­schrif­ten und auf Pla­ka­ten, im Hör­funk sowie im Online-Bereich, so Hagl-Kehl.

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on habe bereits 2015 Nähr­wert­pro­fi­le mit Grenz­wer­ten für Zucker, Fet­te und Salz erar­bei­tet. „Das soll für uns der Maß­stab sein. Bei sol­chen Pro­duk­ten soll Wer­bung, die sich an Kin­der rich­tet, unter­sagt wer­den”, erläu­ter­te die Exper­tin. Für die Umset­zung des Vor­ha­bens müss­ten „die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten jetzt im Ernäh­rungs­mi­nis­te­ri­um geprüft wer­den”. „Und das soll so schnell wie mög­lich gesche­hen”, for­der­te Hagl-Kehl.

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