Deutsche Bahn: AnschlussTicket von VRR/VRS nach Köln Hauptbahnhof

DB Bahn

Da ich selbst im VRR-Gebiet wohne und öfters nach Köln fahre, was jedoch im VRS-Gebiet liegt, frage ich mich immer wieder, welches Ticket ich benötige, um vom VRR-Gebiet nach Köln zu fahren.

Ich muss persönlich zugeben, dass es echt nicht einfach ist ein passendes Ticket zu finden, wenn man mit der ganzen Materie überhaupt keine Ahnung hat. Fragt man den Kundenservice, wird einem immer gesagt, dass man ein AnschlussTicket von Langenfeld (Rheinland) nach Köln kaufen soll.


Grundsätzlich ist es eigentlich auch richtig, wenn man ein gültiges VRR-Ticket hat. Entweder besitzt man die höchste VRR Preisstufe (D), um damit bis zur VRR-Grenze „Langenfeld“ fahren zu können oder man fährt unter der Woche erst ab 19 Uhr beziehungsweise am Wochenende ganztags (ausgeschlossen MeinTicket/SozialTicket und Ticket 1000). Ansonsten hilft ein ZusatzTicket weiter, damit man bis zur VRR-Grenze fahren kann.

Jedoch gibt es hier ganz viel Sparpotential, um so preiswert wie möglich nach Köln zu kommen. Als Laie kennt man die natürlich nicht, die ich am Anfang auch nicht kannte. Daher liste ich alle Möglichkeiten auf die es gibt, um vom VRR-Gebiet nach Köln zu kommen.

AnschlussTicket der Deutsche Bahn:
Man kauft ein Anschluss Ticket der Deutschen Bahn im NRW-Tarif. Der Startort muss „Langenfeld (Rheinland)“ und der Zielort „Köln“ sein. Eine normale Fahrt kostet, wie man es oben am Bild erkennt, stolze 7,10 Euro. Hat man hier eine BahnCard, kann man 25% (Fahrt: 5,32 Euro) beziehungsweise 50% (Fahrt: 3,55 Euro) sparen, da für diese Fahrt man einen Rabatt bekommen kann mit der BahnCard.


Der Vorteil an diesem Ticket ist, dass dieses Ticket noch den NRW-Tarif beinhaltet. Das heißt, dass man am Zielort Köln „den kompletten Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln rumfahren darf“ (offiziell nur bis zum Zielort/Haustüre irgendwo in Köln, unter Umständen auch bis nach Hürth*). Hier bedarf es kein separates Ticket in Köln, da es im AnschlussTicket inbegriffen ist.

*mein Freund wohnt (wohnte) in Hürth und fuhr immer mit der Straßenbahn dorthin – war eine „Ermessenssache“ mit diesem Ticket durch zufahren, dasselbige mit „dem Rumfahren in Köln“, da letztendlich der genaue Zielort in Köln nicht nachweisbar ist

Update zum AnschlussTicket:
Das AnschlussTicket wurde im Rahmen des neuen Tickets EinfachWeiterTicket bei uns abgeschafft. Daher gelten logischerweise diese Informationen nicht mehr. Die veralteten Informationen lasse ich aber trotzdem stehen, sollte sich jemand dafür interessieren, wie es damals war.


VRS-Ticket Preisstufe 3:
Am besten kann man sparen, wenn man sich ein VRS-Ticket der Preisstufe 3 kauft. Das Ticket ist dann ab Langenfeld (Rheinland) und ist bis Köln gültig. Das Ticket kostet 5,10 Euro und kann ab Düsseldorf an allen Automaten der Deutschen Bahn im VRS-Tarif gekauft werden.

Mit diesem Ticket kann man jedoch nicht den kompletten Tag in Köln rumfahren. Wenn man also komplett durchfahren möchte, ohne Zwischenstopps, sollte unbedingt dieses Ticket kaufen. Alternativ für 13,60 Euro das VRS TagesTicket kaufen, womit man in Köln herumfahren und zeitgleich auch wieder zurück in den VRR fahren kann.

Zu merken ist:
Vergleicht man das AnschlussTicket mit dem VRS-Ticket, spart man hier ohne BahnCard-Rabatt schon mal 2,30 Euro. Hat man eine BahnCard 50, sollte man eher das AnschlussTicket bevorzugen. Denn das kostet, wie eben schon erwähnt, dann nur 3,55 Euro statt 7,10 Euro.


Entscheidet man sich für das VRS-Ticket, muss sich aber dann bewusst sein, dass man in Düsseldorf aussteigen und erst dort das Ticket kaufen muss. Jedoch würde ich empfehlen, wenn man diesen Weg wählt, sich direkt ein VRS 4er-Ticket der Preisstufe 3 zu kaufen (20,20 Euro). So muss man nicht immer wieder in Düsseldorf aussteigen, das Ticket kaufen und wieder zusteigen.

Man stempelt das Ticket dann im VRR-Gebiet ab und kann ohne Bedenken mit seinem VRR-Ticket bis zur VRR-Grenze Langenfeld fahren und ab dort hat man ja schon das abgestempelte VRS-Ticket der Preisstufe 3, das von der Grenze Langenfeld bis Köln dann gültig ist.

Wissenswertes zum VRR-Ticket:
Um erstmal mit seinem VRR-Ticket nach Langenfeld zu kommen, benötigt man gegebenenfalls die Preisstufe D/E. Je nach Ticket und Preisstufe benötigt man ein VRR ZusatzTicket.


SchokoTicket:
Hier muss man in der Regel kein extra Ticket kaufen, um bis zur VRR Grenze zu kommen. Einzige Voraussetzung ist, dass man die „Preisstufe D – Region Süd“ hat und nicht die „Preisstufe D – Region D Nord“. Sonst braucht man ein ZusatzTicket.

SozialTicket:
Bei dem Ticket benötigt man auf jeden Fall ein ZusatzTicket, das aktuell 3,50 Euro kostet. Hier hat man immer die Stadteigene Preisstufe A, da man mit dem Ticket immer nur in der Stadt rumfahren kann, wo man wohnt.

Ticket 1000:
Da man mit dem Ticket 1000 nach 19 Uhr unter der Woche und am Wochenende ganztags nicht im ganzen Verbund fahren darf, benötigt man hier ebenfalls ein ZusatzTicket. Natürlich sieht es hier aber anders aus, wenn man eine höhere Preisstufe hat. Weiteres dazu gibt es direkt im Anschluss unten.


Ticket 2000 / FirmenTicket:
In der Regel hat man hier die Preisstufe A. Das heißt, dass man hier auch ein ZusatzTicket benötigt. Sollte man die Preisstufe B oder C haben, was dann bis Langenfeld gültig wäre von Duisburg aus, braucht man kein ZusatzTicket. Dafür muss man aber in Dormagen / Düsseldorf Süd / Erkrath – Haan – Hilden (Preisstufe B) oder in Neuss – Kaarst / Düsseldorf Mitte – Nord / Mettmann – Wülfrath / Wuppertal West (Preisstufe C) wohnen, um bis nach Langenfeld fahren zu dürfen, ohne ein ZusatzTicket kaufen zu müssen. Wenn man die Preisstufe D – Region Süd oder E hat, entfällt das ZusatzTicket automatisch, da man jederzeit im ganzen VRR fahren kann. Sollte man jedoch die Preisstufe D – Region Nord haben, muss man grundsätzlich ein ZusatzTicket kaufen, um überhaupt im Gebiet Preisstufe D – Region Süd herin fahren zu dürfen. Sollte man nicht in den oben genannten Städte wohnen (Preisstufe B/C), muss grundsätzlich ein ZusatzTicket kaufen.

YoungTicket Plus ab dem 01. Januar 2018:
Wie vielleicht schon bekannt, gilt das YoungTicket Plus seit dem 01. Januar 2018 für das komplette VRR-Gebiet. Dementsprechend benötigt man hier – je nach ehemaliger VRR-Preisstufe – kein VRR ZusatzTicket mehr. Fährt man über Düsseldorf und Leverkusen nach Köln, benötigt man hier wie gewohnt ein VRS-Ticket der Preisstufe 3. Fährt man über Düsseldorf, Neuss und Dormagen nach Köln, benötigt man hier nur ein VRS-Ticket der Preisstufe 2b.

Die Rückfahrt:
Die Rückfahrt gestaltet sich sehr einfach. Man kauft in Köln ein VRS-Ticket der Preisstufe 3, was bekanntlich bis Langenfeld gültig ist. Man muss hierfür kein AnschlussTicket kaufen! Wäre das mit der Hinfahrt auch so einfach, gäbe es diesen Beitrag wahrscheinlich gar nicht.


Daher empfehle ich, dass man einmal in Düsseldorf aussteigt, sich ein VRS 4er-Ticket kauft und kann damit zwei Mal preiswert hin- und zurückfahren. Sollte man öfters dahin unterwegs sein, kann man sich natürlich auch mehrere 4er-Tickets kaufen. Das Sparpotential gegenüber dem AnschlussTicket der Deutschen Bahn ist enorm!

Beispielfahrt:
Um das ganze auch vielleicht einmal nachzuvollziehen, kann ich die Fahrt einmal in meinem Fall reproduzieren. Ich besitze das YoungTicket Preisstufe A (Duisburg), das dann logischerweise nur in Duisburg gültig ist. Fahre ich unter der Woche vor 19 Uhr, brauche ich ein ZusatzTicket, um damit bis nach Langenfeld zu kommen. Entweder kaufe ich für 7,10 Euro ein AnschlussTicket der Deutsche Bahn oder steige kurz in Düsseldorf aus und kaufe das VRS Ticket Preisstufe 3, steige danach wieder ein und zahle jedoch nur 5,10 Euro. Mit dem AnschlussTicket kann ich in Köln den ganzen Tag beliebig alle öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen. Mit dem VRS-Ticket Preisstufe 3 kann ich nur auf dem direkten Weg zum Ziel, ohne beliebig oft überall herumfahren zu dürfen.

Update zur Beispiel-Fahrt:
Da ab dem 01. Januar 2018 mein YoungTicket Plus im kompletten VRR-Gebiet gültig ist, benötige ich für mein ehemaliges VRR YoungTicket Plus-Ticket der Preisstufe A kein VRR ZusatzTicket mehr. Fahre ich über Düsseldorf und Leverkusen nach Köln, benötige ich ein VRS-Ticket der Preisstufe 3. Fahre ich von Duisburg aus über Düsseldorf und Dormagen, benötige ich nur ein VRS-Ticket der Preisstufe 2b. Alternativ verzichte ich auf das VRS-Ticket und kaufe das teurere EinfachWeiterTicket, wo es dann egal ist, über welche Städte ich nach Köln fahre.


Fahrten nach Köln außerhalb über Duisburg:
Wer nicht wie ich über Duisburg nach Köln fährt, sondern beispielsweise über Solingen, Dormagen oder sogar über Mönchengladbach, gelten hier komplett andere Tarife beziehungsweise Preisstufen.

Aufmerksam gemacht wurde ich darüber von „LilaLaunebär“ als Kommentar, als sie anmerkte, dass man über Dormagen nach Köln sogar noch preiswerter nach Köln fahren kann. Da ich den Einwand klasse fand und sich so eventuell noch mehr Geld sparen ließ, hatte ich das alles mal überprüft.

Über Mönchengladbach nach Köln:
Fährt man von Mönchengladbach nach Köln, benötigt man hier die Preisstufe 5.


Über Korschenbroich nach Köln:
Auf dem direkten Wege benötigt man ein Ticket der Preisstufe 4. Fährt man über Düsseldorf, benötigt man die Preisstufe 5.

Über Jüchen nach Köln:
Auch hier benötigt man über den direkten Weg nach Köln die Preisstufe 4. Wenn man jedoch über Düsseldorf / Pulheim fährt, braucht man die Preisstufe 5.

Über Neuss nach Köln:
Hier braucht man ebenfalls auf dem direkten Weg die Preisstufe 4. Über Düsseldorf nach Köln braucht man hier die Preisstufe 5.


Über Grevenbroich oder Solingen oder Remscheid nach Köln:
Hier benötigt man die Preisstufe 4.

Über Rommerskirchen nach Köln:
Für diese Fahrt braucht man die Preisstufe 3.

Über Dormagen nach Köln:
Fährt man über Dormagen nach Köln, braucht hier die Preisstufe 2b.


Über Düsseldorf oder Erkrath / Haan / Hilden oder Wuppertal oder Schwelm / Ennepetal / Gevelsberg / Breckerfeld nach Köln:
Hier benötigt man die Preisstufe 5.

Über Langenfeld nach Köln:
Da wissen wir mittlerweile, dass man für diese Fahrt die Preisstufe 3 benötigt.

Die Preisstufen beziehen sich in der Regel immer darauf, wenn man die Fahrt von Duisburg – wie in meinem Fall – antritt. Überprüft bitte, ob euer VRR-Ticket mindestens bis Duisburg gültig ist und ob ihr nicht eventuell erst ein VRR ZusatzTicket benötigt.

Am preiswertesten:
Wie man anhand der Übersicht sieht, kommt man vom VRR in den VRS-Tarif nach Köln am preiswertesten weg, wenn man entweder in Dormagen wohnt oder einfach von Dormagen nach Köln fährt. Dafür benötigt man höchstens das Ticket der Preisstufe 2b.

Sollte man also ein VRR-Ticket haben, das im kompletten VRR-Verkehrsbund gültig ist, fährt statt über Duisburg / Düsseldorf / Neuss / Wuppertal einfach über Dormagen und löst sich dort das preiswerteste Ticket. Natürlich dauert die Fahrt dann bisschen länger, in meinem Beispiel über Duisburg / Düsseldorf gerade mal 30 Minuten, jedoch spart man hier wieder einige an Euros.

Unser heißer Tipp:
Kauft euch die VRS-Tickets ganz einfach im VRS-Onlineshop! Dort kann man schon im Voraus das gewünschte Ticket kaufen, ausdrucken und abstempeln. Beachtet jedoch, dass man dort nur TagesTickets und Monatskarten kaufen kann.

Benötigt man nur eine Einzelfahrt, muss leider im Übergangstarif (Mönchengladbach / Korschenbroich / Jüchen / Neuss / Grevenbroich / Solingen / Remscheid / Rommerskirchen / Dormagen / Düsseldorf / Erkrath / Haan / Hilden / Wuppertal / Schwelm / Ennepetal / Gevelsberg / Breckerfeld / Langenfeld) aussteigen, dort das jeweilige „Preisstufen-Ticket“ kaufen und anschließend wieder einsteigen. Am besten, wie schon ganz oben erwähnt, einfach mehrere 4er Tickets kaufen. Denn dann spart man sich das nächste Mal das lästige Aussteigen.

Ich muss zugeben, dass das ganze schon etwas kompliziert ist. Sollte man aber einmal in dem Tarif-Dschungel durchblicken, ist es gar nicht mehr so schwer. Grundsätzlich gilt immer, dass man ein ZusatzTicket kaufen muss für die „Ende-VRR-Grenze“ und dann entweder sich für das AnschlussTicket oder VRS-Ticket entscheidet. Sollte man dazu fragen haben, einfach per Kommentarfunktion melden.

Update zum Tipp:
Mittlerweile gibt es den Dienst „Handyticket Deutschland„. Mit diesem Dienst kann man so gut wie alle VRS-Tickets mit dem Smartphone kaufen. Hier wird vorausgesetzt, dass man ein Internet-fähiges Endgerät besitzt, sowie eine Handynummer.

Wenn man sich dort registriert, wählt man den Verkehrsbund VRS aus und registriert sich im Anschluss. Als Zahlungsmethode kann man Prepaid, Lastschrift sowie Kreditkarte verwenden.

Man kauft sich dort einfach vor Reiseantritt (das kann auch bei sich zu Hause sein) einfach ein VRS-Ticket und kann einfach nach Köln durchfahren. Damit spart man sich den Aufwand (wie in meinem Beispiel), in Düsseldorf aus zu steigen, um dort ein VRS-Ticket kaufen zu können.

Wer im laufe der Zeit dreimal ein VRS-Einzelticket kauft, erhält das vierte Ticket automatisch preiswerter, sodass man sich effektiv ein Vierer-Ticket gekauft hätte. Die ersten drei Einzeltickets werden mit dem normalen, vollen Preis berechnet, das vierte Ticket gibt es stark reduziert, sodass alle vier Einzelticket zusammen den Preis eines Vierer-Tickets entsprechen.

Während der Fahrt muss man unbedingt sicherstellen, dass das Internet-fähige Gerät an ist, damit man bei einer Kontrolle das Ticket vorzeigen kann. Auf dem Ticket befindet sich ein QR-Code, das vom Kontrolleur eingescannt wird. Ist bei der Kontrolle beispielsweise der Akku leer, hat man leider Pech. Denn somit gilt man als Schwarzfahrer, da man kein gültiges Ticket vorweisen kann.

Weitere Informationen zu HandyTicket Deutschland kann man hier nachlesen: HandyTicket Deutschland: Meine persönliche Erfahrungen und Einblicke

Ergänzungen:
Per Kommentar hat uns Daniel noch darauf aufmerksam gemacht, dass man mit dem HKX Hamburg-Köln-Express noch preiswert nach Köln fahren kann. Dort kostet beispielsweise die Fahrt von Düsseldorf Hauptbahnhof nach Köln Hauptbahnhof nur 5 Euro. Von Duisburg Hauptbahnhof aus kostet es 10 Euro und von Essen/Gelsenkirchen HBF aus 13 Euro.

Unter Umständen kann diese Möglichkeit bisher die allerbeste und preiswerteste Variante sein (neben dem SparTickets vom Fernbus), jedoch spielen da noch viele Faktoren eine Rolle. Beispielsweise, ob man schon ein VRR-Ticket besitzt oder nicht, welche VRR-Preisstufe man überhaupt besitzt und so einiges mehr. Daher muss man selbst schauen, ob es mit dem HKX preiswerter ist, als mit dem Deutsche-Bahn-Anschluss-/VRS-Ticket.

Außerdem kann man noch mehr oder weniger mit dem Fernbus nach Köln ankommen. Da man aber nicht von VRR nach VRS mit dem Fernbus direkt fahren darf (gesetzliche Regelung für kurze Innerorts-Fernbus-Fahrten), muss hier bisschen tricksen.

Man gibt als Startort den Ort ein, wo man wohnt und als Zielort nicht Köln, sondern eine Haltestelle weiter, die der Fernbus anfährt. Ihr bezahlt zwar dann eine Haltestelle mit dem Fernbus mehr, steigt aber einfach in Köln aus und spart unter Umständen etwas Geld. Mein Beispiel dafür mit dem Flixbus MeinFernbus von Düsseldorf nach Siegen (Düsseldorf ZOB am Hbf > Köln-Deutz (Gummersbacher Straße) > Siegen (Berliner Straße)) für gerade mal 1 Euro mit dem SparTicket-Preis.

Mehr zum lesen: NRW AnschlussTicket 2015 – Alle Ticketinformationen auf einen Blick (PDF-Datei)

Preise: Stand vom 16. Januar 2018 – Angaben ohne Gewähr

Update vom 07. März 2017 (Beitrag ursprünglich vom 12. August 2013):
Mittlerweile gibt es das „EinfachWeiterTicket“, das ein Zusammenschluss dreier Verkehrsverbünde (AVV, VRR und VRS) ist. Inhaber von „VRR-Abo- oder Monatstickets oder verbundweiten KombiTickets des Aachener Verkehrsverbundes (AVV), des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) können“ mit diesem Ticket ihr Abo-Ticket für das jeweilige, andere Verkehrsverbund erweitern.

Besitzt man beispielsweise ein VRR-Abo-Ticket, dabei spielt die Preisstufe keine Rolle, kann bei sich vor Ort das „EinfachWeiterTicket“ für 6,40 Euro am Automaten kaufen und damit beispielsweise in den Aachener (AVV) oder Rhein-Sieg-Verbund (VRS) fahren. Für die Rückfahrt benötigt man ebenfalls wieder ein „EinfachWeiterTicket“.

Dieses Ticket ist unter Umständen nicht immer das preiswerteste Ticket. Das „EinfachWeiterTicket“ ermöglicht aber jeden, einfach und unkompliziert in eines der zwei anderen Gebieten zu fahren, ohne sich irgendwie rumschlagen zu müssen. So kann man in meinem ursprünglichen Beispiel einfach am Duisburger Hauptbahnhof dieses Ticket kaufen, abstempeln und direkt nach Köln durchfahren. Ohne den Zwischenstopp in Düsseldorf, um dort ein VRS-Ticket zu kaufen.

Wer es preiswerter haben möchte, ganz gleich ob komfortabel oder nicht, sollte nach wie vor überprüfen, ob ein Zwischenstopp oder der Kauf eines VRS-Ticket nicht preiswerter ist. Von Langenfeld Rheinland (VRR) nach Köln (VRS) ist weiterhin ein VRS-Ticket preiswerter. So bezahlt man nur 5,10 Euro (VRS EinzelTicket Preisstufe 3), statt 6,40 Euro (EinfachWeiterTicket). Ist man sich eher unsicher und möchte sich damit nicht beschäftigen, was am preiswertesten ist, kauft einfach als Abo-Ticket-Inhaber (siehe oben wer gemeint ist) das „EinfachWeiterTicket“ und fährt bis zum Zielort durch.

Preise: Stand vom 07. März 2017 – Angaben ohne Gewähr

Update vom 16. Januar 2018 (Beitrag ursprünglich vom 12. August 2013):
In den letzten rund fünf Jahren hat sich viel getan. Das Deutsche Bahn AnschlussTicket wurde abgeschafft, hinzu kam das EinfachWeiterTicket und einiges mehr. Auch das VRR YoungTicket Plus hat sich sogar vor nicht allzu langer Zeit geändert. Aufgrund aller Geschehnisse habe ich nicht nur die entsprechenden Informationen oben angepasst und zeitgleich die Preise aktualisiert, sondern füge hier nochmal ein neues Fazit ein.

Mittlerweile haben wir ja gelernt, dass es am preiswertesten ist, wenn man über Dormagen (von Düsseldorf aus) nach Köln Hauptbahnhof fährt. Denn hier benötigt man nur ein VRS-Ticket der Preisstufe 2b, welches aktuell 3,90 Euro kostet. Ob euer VRR-Ticket bis Dormagen gültig ist, müsst ihr dann entweder oben im Beitrag abchecken oder selbst in Erfahrung bringen.

Möchte man nicht zum Kölner Hauptbahnhof fahren, sondern beispielsweise nur zur Kölner Messe, kann hier nicht über Dormagen nach Köln fahren, da der Zug nicht in Köln Messe/Deuz hält. Hier muss man zwingend über Langenfeld (Rheinland) – also über Leverkusen – nach Köln fahren. Dafür benötigt man das VRS-Ticket der Preisstufe 3 und kostet aktuell 5,10 Euro.

Wer ein Smartphone besitzt, dem lege ich sehr nah, die HandyTicket Deutschland-App zu installieren. Dort lassen sich alle Tickets von vielen Verkehrsverbunden zu kaufen. Nicht nur VRR-Tickets gibt es dort, sondern auch vom VRS. Weitere Informationen dazu findet ihr ebenfalls oben im Beitrag. Mit dieser Methode spart man sich das Aussteigen in Düsseldorf, um dort vor Ort ein entsprechendes VRS-Ticket in Papierform kaufen zu können.

Wohnt man wie ich aktuell in Duisburg oder hat ein Ticket, welches bis Duisburg und darüberhinaus gültig ist, dem empfehle ich mittlerweile über Dormagen nach Köln Hauptbahnhof zu fahren. Ich mache das mittlerweile so mit meinem YoungTicket Plus, dass ich am Duisburger Hauptbahnhof über mein Smartphone ein VRS-Ticket der Preisstufe 2b (3,90 Euro) kaufe, einsteige und direkt nach Köln Hauptbahnhof durchfahre.

Hat man auf das alles keine Lust, kauft sich auf die eigentliche und normale Art das EinfachWeiterTicket für 6,60 Euro bei sich am Hauptbahnhof. Mit diesem Ticket kann man ebenfalls nach Köln durchfahren und es ist egal, ob man über Dormagen oder Leverkusen nach Köln fährt. Ebenso ist es egal, ob das eigene VRR-Ticket bis Düsseldorf, Dormagen oder Langenfeld (Rheinland) gültig ist. Dann das EinfachWeiterTicket gilt auch zusätzlich als VRR ZusatzTicket.

Jedoch ist diese Methode die teuerste Variante gegenüber dem VRS EinzelTicket 2b für 3,90 Euro (2,70 Euro teurer). Das macht bei einer Hin- und Rückfahrt schon 5,40 Euro unterschied. Das gilt aber natürlich nur, wenn man ein VRR-Ticket besitzt, welches bis nach Dormagen beziehungsweise Langenfeld (Rheinland) gültig ist. Muss man dafür erst noch ein VRR ZusatzTicket kaufen, lohnt sich das VRS EinzelTicket wahrscheinlich schon nicht mehr und kommt mit dem EinfachWeiterTicket preislich besser weg.

Preise: Stand vom 07. März 2017 – Angaben ohne Gewähr


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