About You: Mit­grün­der erwar­tet E‑Com­mer­ce-Lie­fer­zei­ten von 90 Minuten

Männer - Personen - Laptop - Surfen - SitzplatzFoto: Zwei Personen surfen mit dem Laptop im Internet, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Co-Grün­der und Geschäfts­füh­rer der Ham­bur­ger Mode-Platt­form About You, Tarek Mül­ler, rech­net damit, dass die Lie­fer­zei­ten im Online-Han­del in weni­gen Jah­ren auf 90 Minu­ten sin­ken wer­den – „zumin­dest in den urba­nen Räumen”.

Die Belie­fe­rung fin­de „dann zum Bei­spiel aus den sta­tio­nä­ren Läden der Lie­fe­ran­ten statt”, sag­te Mül­ler dem „Han­dels­blatt”. Er pro­gnos­ti­ziert dem E‑Commerce eine wei­ter­hin gol­de­ne Zukunft: „Der Kuchen wird noch grö­ßer. Das Geschäft wird wei­ter vom sta­tio­nä­ren zum Online­han­del wan­dern und von Desk­top zu mobi­len Gerä­ten – allen vor­an das Smart­pho­ne, über das bei About You schon 80 Pro­zent der Ware ver­kauft wer­den. Heu­te sind wir euro­pa­weit bei rund elf Pro­zent Online­an­teil am Mode­um­satz. Bei rund 30 Pro­zent dürf­te sich der E‑Com­mer­ce-Anteil ein­pen­deln in zehn, 15 Jah­ren”, so der About-You-Mit­grün­der weiter.

Es wer­de auch „nicht mehr lan­ge dau­ern, dann lässt man die eige­nen Kör­per­ma­ße zu Hau­se vor der Cam scan­nen und erspart sich damit vie­le der heu­ti­gen Retou­ren”, pro­gnos­ti­zier­te Mül­ler. Die Leu­te bestell­ten „ja nicht zum Spaß fünf Jacken, um dann vier zurück­zu­schi­cken.” About You dürf­te die­ses Jahr rund 750 Mil­lio­nen Euro Net­to-Umsatz machen und will nächs­tes Jahr die Mil­li­ar­den-Gren­ze kna­cken. Auch die Zahl der Län­der, in der die Platt­form ver­tre­ten ist, soll 2020 von aktu­ell zehn um sechs bis zehn neue erwei­tert werden.

Auf die Fra­ge, ob Ama­zon oder Zalan­do das Ham­bur­ger Unter­neh­men irgend­wann ein­fach kau­fen könn­te, sag­te Mül­ler: „Solan­ge wir nicht bör­sen­no­tiert sind, dürf­te das schon mal schwer wer­den.” Der About-You-Geschäfts­füh­rer will einen Bör­sen­gang zwar nicht aus­schlie­ßen: „Wir wären bereit dazu und hät­ten Ban­ken, die uns dabei gern beglei­ten wür­den”, sag­te Mül­ler dem „Han­dels­blatt”. Aber man müs­se „sich immer fra­gen: Wann macht so ein Schritt wel­chen Sinn?” Sei­ne Ant­wort: In einer Pha­se, „in der noch so viel Bewe­gung” statt­fin­de, „fän­de ich es nicht son­der­lich hilf­reich, mei­ne Zeit mit dem Erstel­len von Quar­tals­be­rich­ten zu ver­brin­gen. Auch das bremst ja Agi­li­tät”, so der About-You-Mitgründer.

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