Ber­lin: Pro Asyl ver­langt schnel­le Auf­nah­me Min­der­jäh­ri­ger aus Griechenland

Flüchtling - Junge - Grenze - Schienen - Polizei - Griechenland Foto: Flüchtlingsjunge in Griechenland, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Ange­sichts der Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus ist es laut der Flücht­lings­or­ga­ni­sa­ti­on Pro Asyl dring­li­cher als je zuvor, dass 1.600 Min­der­jäh­ri­ge von den grie­chi­schen Inseln auf­ge­nom­men werden.

„Die Maß­nah­me dul­det wegen wach­sen­der Gefah­ren für die dort Leben­den kei­nen Auf­schub mehr”, sag­te Pro-Asyl-Geschäfts­füh­rer Gün­ter Burk­hardt der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung”. Burk­hardt for­der­te, Deutsch­land und sei­ne Part­ner soll­ten sofort fünf oder sechs Flug­zeu­ge nach Grie­chen­land schi­cken, um die jun­gen Men­schen abzuholen.

„Die Coro­na-Kri­se darf huma­ni­tä­re Aktio­nen nicht blo­ckie­ren, son­dern muss sie beschleu­ni­gen.” Burk­hardt bekräf­ti­ge zudem die For­de­rung nach einer voll­stän­di­gen Eva­ku­ie­rung der Lager auf den grie­chi­schen Inseln: „Die Lebens­be­din­gun­gen dort sind inhu­man und höchst gefähr­lich wie der Tod eines sechs­jäh­ri­gen Kin­des bei einem Brand im Lager Moria auf Les­bos gezeigt hat.”

Ein Spre­cher des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums teil­te auf Anfra­ge der NOZ zu den min­der­jäh­ri­gen Flücht­lin­gen mit: „Zur­zeit führt die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on Gesprä­che zu die­sem The­ma. Dabei wird auch die Fra­ge erör­tert wer­den, wie die­se Über­nah­me ange­sichts der aktu­el­len Coro­na-Lage statt­fin­den kann.”.

Die EU-Kom­mis­si­on hat­te zuge­sagt, bei der Auf­nah­me von beson­ders schutz­be­dürf­ti­gen Kin­dern eine koor­di­nie­ren­de Rol­le zu über­neh­men. Dabei sol­len auch UN-Orga­ni­sa­tio­nen wie das Flücht­lings­hilfs­werk UNHCR ein­ge­bun­den werden.