Bio­n­tech: Chef demen­tiert Pro­ble­me bei Impfstoffproduktion

Impfstoff - Coronavirus - Softbox - LKW - Lieferung - Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen - Dezember 2020 - DüsseldorfFoto: Erster Impfstoff für NRW an der Staatskanzlei (Düsseldorf), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Bio­n­tech-Chef Ugur Sahin hat Kom­men­ta­re zurück­ge­wie­sen, wonach es Pro­ble­me bei der Impf­stoff­pro­duk­ti­on gebe.

Der Ein­druck, es hol­pe­re, sei „defac­to nicht rich­tig”, sag­te Sahin am Mon­tag den ARD-Tages­the­men. Die Pro­zes­se, die not­wen­dig sei­en, um die Pro­duk­ti­on hoch­zu­fah­ren, wür­den dau­ern. „Was die Pro­duk­ti­on angeht sind wir fast im Plan”, sag­te Sahin wei­ter. Bio­n­tech habe vor zwei Wochen ange­kün­digt, „tem­po­rär weni­ger zu lie­fern”, um die Pro­duk­ti­ons­hal­len zu erwei­tern und die Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se anzu­pas­sen. „Jetzt sind wir in der Lan­ge, deut­lich mehr zu pro­du­zie­ren, als wir Ende des letz­ten Jah­res ein­ge­plant hat­ten”. Der Impf­gip­fel sei wich­tig gewe­sen, erklärt Sahin, damit alle „die Kom­pli­ziert­heit ver­ste­hen”. „Wir haben kei­ne vol­len Lager­stät­ten. Alles, was wir pro­du­zie­ren, wird sofort ausgeliefert”.

Auf die Fra­ge, ob auch ande­re Fir­men den Bio­n­tech-Impf­stoff in Lizenz pro­du­zie­ren könn­ten, sag­te Sahin, selbst gro­ße, erfah­re­ne Unter­neh­men wür­den allei­ne für den Auf­bau der Abfül­lung „meh­re­re Mona­te” brau­chen. Laut letz­ten Plä­nen wird Bio­n­tech bis Ende die­ser Woche 4,1 Mil­lio­nen Coro­na-Impf­do­sen an Deutsch­land aus­ge­lie­fert haben, bis zum Ende des Quar­tals fol­gen wohl etwa acht Mil­lio­nen wei­te­re. Im zwei­ten Quar­tal könn­ten dann aber nach EU-Anga­ben schon min­des­tens 55 Mil­lio­nen Impf­do­sen von Bio­n­tech an Deutsch­land gehen, wei­te­ren Ankün­di­gun­gen aus Brüs­sel und Ber­lin zufol­ge könn­ten es gar bis zu 85 Mil­lio­nen Impf­do­sen sein. Das Unter­neh­men woll­te die­se Zah­len am Mon­tag auf Anfra­ge der dts Nach­rich­ten­agen­tur nicht bestätigen.

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