Bun­des­ver­band: Pan­de­mie führt zu Taxi-Ster­ben in Deutschland

Taxi - Verkehrsmittel - Auto - PersonenbeförderungFoto: Mehrere Taxis wartend auf neue Kunden, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Zahl­rei­che Taxi-Unter­neh­men wer­den die Coro­na­kri­se nicht über­ste­hen und haben bereits ihre Kon­zes­sio­nen zurückgegeben.

Beim Bun­des­ver­band Taxi und Miet­wa­gen rech­net man damit, dass Ende die­ses Jah­res ein Drit­tel der Autos nicht mehr auf der Stra­ße sein wird, berich­tet die „Welt am Sonn­tag”. Man gehe davon aus, „dass es nur noch etwa 24.000 Taxis geben wird, vor der Pan­de­mie waren es rund 36.000”, sag­te Geschäfts­füh­rer Micha­el Opper­mann der „Welt am Sonn­tag”. Im Jahr 2020 muss­te die Bran­che laut dem Ver­band einen Umsatz­rück­gang um 43 Pro­zent ver­kraf­ten. Die Ein­nah­men aller Taxis in Deutsch­land san­ken von 5,4 Mil­li­ar­den Euro im Jahr 2019 auf 3,1 Mil­li­ar­den Euro.

Beson­ders hart trifft die Pan­de­mie die Taxis in der Haupt­stadt. In Ber­lin waren vor Beginn der Coro­na-Pan­de­mie im Dezem­ber 2019 noch 8.044 Fahr­zeu­ge zuge­las­sen, wie die Senats­ver­wal­tung für Umwelt, Ver­kehr und Kli­ma­schutz mit­teil­te. Im Febru­ar 2020 zähl­te die Stadt nur noch 6.792 Kon­zes­sio­nen – ein Minus von 15,6 Pro­zent. Nicht nur die Zahl der Fahr­zeu­ge nahm ab. Hin­ter dem Taxister­ben ste­hen Hun­der­te Unter­neh­men, die den Markt ver­las­sen haben. Zwi­schen Dezem­ber und Febru­ar ist in der deut­schen Haupt­stadt jedes sechs­te Taxi-Unter­neh­men vom Markt ver­schwun­den. In Ham­burg sank die Zahl der Taxi­kon­zes­sio­nen seit Beginn der Pan­de­mie eben­falls deut­lich, um fast zehn Prozent.

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