Deut­sche Post: Mehr als 60 Pro­zent Brief­wäh­ler vermutet

Wahlbrief - Stimmzettel - Stimmzettelumschlag - Briefwahl - Europawahl 2014Foto: Unterlagen für eine Briefwahl für die Europawahl 2014 (Wahlbrief, Stimmzettel, Stimmzettelumschlag)

Die Deut­sche Post DHL berei­tet sich für die dies­jäh­ri­ge Bun­des­tags­wahl auf deut­lich mehr Brief­wäh­ler als noch bei der Bun­des­tags­wahl 2017 vor.

„Die Brief­wahl kann ein gro­ßes Aus­maß anneh­men”, sag­te Tobi­as Mey­er, Vor­stand für den Bereich Post und Pake­te Deutsch­land, den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Don­ners­tag­aus­ga­ben). Ob das im hohen 40er-Pro­zent­be­reich oder sogar im 50er-Pro­zent­be­reich sein wird, wer­de man sehen. „Vor­be­rei­tet sind wir auch auf den Fall, dass mehr als 60 Pro­zent der Wäh­ler Brief­wahl nutzen”.

Der Post-Kon­zern­vor­stand rech­net damit, dass das höchs­te Brief­auf­kom­men kurz vor der Wahl statt­fin­det. „Typi­scher­wei­se wer­den zwei Wochen vor der Wahl die meis­ten Brief­wahl­un­ter­la­gen aus­ge­lie­fert. Etwa eine Woche vor der Wahl wer­den die aus­ge­füll­ten Unter­la­gen rück­aus­ge­lie­fert”, sag­te Mey­er. Für den eigent­li­chen Wahl­sonn­tag wird die Deut­sche Post „geson­der­te Pro­zes­se” durch­füh­ren, kün­dig­te er an. An den Tagen zuvor wer­de man ver­stärkt kon­trol­lie­ren, dass die Brief­käs­ten nicht über­füllt sind. „Wir wer­den spe­zi­fisch nach­prü­fen, dass auch wirk­lich nichts lie­gen­bleibt”, sag­te Meyer.

Um Pan­nen zu ver­hin­dern, habe die Post im Vor­feld das Gespräch mit den Kom­mu­nen gesucht. „In der Ver­gan­gen­heit gab es gele­gent­lich Pro­ble­me an Schnitt­stel­len. Da waren Wahl­be­nach­rich­ti­gun­gen auf zu dün­nem Papier gedruckt und lie­fen nicht gut durch die Sor­tier­ma­schi­ne oder der Umschlag war zu dun­kel, um die Anschrift auto­ma­tisch lesen zu kön­nen”, sag­te der Post-Chef. Er rech­net nun mit einem wei­test­ge­hend stö­rungs­frei­en Ablauf, schließt Pan­nen aber auch nicht aus. „Es wird immer irgend­wo Her­aus­for­de­run­gen geben, denen wir uns stel­len müs­sen”, sag­te Mey­er. Soll­te etwa ein Brief nicht auto­ma­tisch les­bar sein, wer­de man in manu­ell bear­bei­ten und trotz­dem zustel­len. „Ob wir das dann immer tag­gleich hin­be­kom­men, wer­den wir sehen müs­sen. Daher ist die Beach­tung der Fris­ten wich­tig”, sag­te er.

Der Post- und Paket-Vor­stand rät Wäh­lern, die auf Num­mer sicher gehen wol­len, davon ab, die Brief­un­ter­la­gen als Ein­schrei­ben zu ver­sen­den. „Die Unter­la­gen soll­ten so rück­ge­sen­det wer­den, wie sie vor­ge­se­hen sind, da die Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren mit den Behör­den ent­spre­chend abge­stimmt sind”, sag­te der Unter­neh­mens­ver­tre­ter. Es gebe klar gere­gel­te Ver­fah­ren und Über­ga­be­lis­ten. Betrieb­lich sei die Brief­wahl für die Deut­sche Post kei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung. „Wir lie­fern pro Tag rund 50 Mil­lio­nen Brie­fe aus. Selbst wenn sich gegen­über 2017 die Anzahl der Brief­wäh­ler auf dann 26 Mil­lio­nen ver­dop­pelt, wür­de also die Zustel­lung und Rück­sen­dung aller Brie­fe der Brief­wäh­ler rund einem regu­lä­ren Tages­auf­kom­men ent­spre­chen”, sag­te Meyer.

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