Flix­train: Kla­ge gegen die Bahn-Mil­li­ar­den vor EuGH in Prüfung

Flixtrain - Zug - Bahn - Bahnsteig - FlixbusFoto: Ein Flixtrain an einem Bahnsteig, Urheber: dts Nachrichtenagentur

And­re Schwäm­m­lein hat Mar­gre­the Ves­ta­ger auf­ge­for­dert, der Deut­schen Bahn Auf­la­gen für die Mil­li­ar­den­hil­fen des Bun­des zu machen.

Das Mün­che­ner Start-up, das auch den Bahn­kon­kur­ren­ten Flix­train betreibt, prüft den Euro­päi­schen Gerichts­hof anzu­ru­fen. „Wir zie­hen auch in Erwä­gung zu kla­gen, soll­te es kei­ner­lei Auf­la­gen geben”, sag­te Schwäm­m­lein dem „Han­dels­blatt”.

In einem Brief an Ves­ta­ger, über den das „Han­dels­blatt” berich­tet, beklagt Schwäm­m­lein, die Bahn könn­te die Mil­li­ar­den schwe­re Hil­fe der Bun­des­re­gie­rung dazu nut­zen, das Bei­na­he-Mono­pol des Staats­kon­zerns im Per­so­nen­fern­ver­kehr zu zemen­tie­ren und pri­va­te Wett­be­wer­ber auf der Schie­ne klein zu hal­ten. „Die Bahn bekommt einen Blan­ko­scheck für künf­ti­ge Ver­lus­te”, sag­te Schwäm­m­lein dem „Han­dels­blatt”. „Ich sehe dar­in die Gefahr, dass sich die Bahn auch in Zukunft nicht an Eigen­wirt­schaft­lich­keit hal­ten wird und am Ende der Staat die Ver­lus­te ausgleicht”.

Im Kli­ma­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung waren der Bahn 2019 schon elf Mil­li­ar­den Euro fri­sches Eigen­ka­pi­tal zuge­sagt wor­den, jetzt soll es wei­te­re 5,5 bis 6,7 Mil­li­ar­den Euro als Aus­gleich für Coro­na-Fol­gen geben. Außer­dem soll die Bahn ihre Ver­schul­dung auf 30 Mil­li­ar­den Euro erhö­hen dürfen.

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