Flücht­lin­ge: Impf­teams sto­ßen in Unter­künf­ten auf spe­zi­el­le Probleme

Flüchtlinge - Menschen - Aufnahmestelle - Koffer - Boden - Wiese - SitzedeckeFoto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle, Urheber: dts Nachrichtenagentur

In nord­deut­schen Unter­künf­ten für Flücht­lin­ge stößt die Impf­kam­pa­gne gegen das Coro­na­vi­rus auf gerin­ge Resonanz.

Impf­teams, die Ein­rich­tun­gen in Nie­der­sach­sen auf­such­ten, berich­ten von einer Impf­be­reit­schaft von nur etwa 20 Pro­zent, schreibt der „Spie­gel”. Auch in Schles­wig-Hol­stein lief die Impf­kam­pa­gne schlep­pend an. In Auf­nah­me­stel­len kur­siert unter ande­rem das Gerücht, geimpf­te Asyl­be­wer­ber könn­ten leich­ter abge­scho­ben wer­den. „Wir gehen mit Dol­met­schern in die Unter­künf­te und ver­su­chen, sol­chen Falsch­be­haup­tun­gen ent­ge­gen­zu­tre­ten”, sag­te Wolf­gang Kos­sert vom Lan­des­amt für Zuwan­de­rung und Flücht­lin­ge in Neumünster.

Ein You­Tube-Video eines angeb­li­chen ira­ki­schen Dok­tors macht den Behör­den beson­ders zu schaf­fen. Dar­in wird die Lüge ver­brei­tet, dass die Euro­pä­er Impf­stof­fe an Geflüch­te­ten tes­ten woll­ten. „Wir gehen davon aus, dass sich durch die Auf­klä­rungs­ar­beit am Ende deut­lich mehr als die Hälf­te der Impf­be­rech­tig­ten in den Unter­künf­ten doch noch imp­fen las­sen”, sagt Kossert.

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