GDL: Claus Weselsky hofft jetzt auf Mitgliederzuwachs

Claus Weselsky - Vorsitzender - GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer - August 2021Foto: GDL-Vorsitzender Claus Weselsky am 13.08.2021, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Nach Ende des Tarif­kon­flikts bei der DB hofft der Chef der Gewerk­schaft Deut­scher Loko­mo­tiv­füh­rer auf einen Mit­glie­der­zu­wachs für die GDL.

Die Eisen­bah­ner wüss­ten jetzt, „dass wir für sie mehr Ein­kom­men als vor­her errun­gen und ihre Betriebs­ren­te ver­tei­digt haben”, sag­te er der „Rhei­ni­schen Post” (Frei­tag­aus­ga­be). „Das wer­den sie hof­fent­lich hono­rie­ren mit Bei­tritt in die GDL”. Mit Blick auf die drei zurück­lie­gen­den Streiks sag­te Weselsky: „Wir haben bewie­sen, dass wir es kön­nen”. Er akzep­tie­re „kein Bashing” gegen eine Gewerk­schaft, die für ihre Mit­glie­der Tarif­ver­trä­ge aus­han­deln wol­le. Dass der Kon­flikt laut Bahn gro­ßen Scha­den ange­rich­tet habe, bezeich­ne­te Weselsky als „Quatsch”.

Die Bahn sei schon 2019 in der Bilanz abge­schmiert. Kein Fahr­dienst­lei­ter habe den Zustand des Kon­zerns zu ver­ant­wor­ten. „Wegen eines jah­re­lan­gen Miss­ma­nage­ments hat das Unter­neh­men mitt­ler­wei­le wie­der 30 Mil­li­ar­den Euro Schul­den – und kei­ner beant­wor­tet die Fra­ge, war­um wir eigent­lich 3.500 obers­te Füh­rungs­kräf­te haben müs­sen”, so Weselsky.

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