Pati­en­ten­schüt­zer: Auf­he­bung der Impf­prio­ri­sie­rung beklagt

Impfstoff - Coronavirus - Softbox - LKW - Lieferung - Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen - Dezember 2020 - DüsseldorfFoto: Erster Impfstoff für NRW an der Staatskanzlei (Düsseldorf), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Pati­en­ten­schüt­zer sehen die Impf­prio­ri­sie­rung-Auf­he­bung kri­tisch und wei­sen dar­auf hin, dass vie­le beson­ders gefähr­de­te Men­schen immer noch nicht geimpft sind.

„Die vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter ange­kün­dig­ten 80 Mil­lio­nen Impf­do­sen des zwei­ten Quar­tals wer­den rei­ne Illu­si­on blei­ben. Daher haben am 08. Juni  zig Mil­lio­nen Kran­ke und Men­schen in gefähr­de­ten Berufs­grup­pen immer noch kein Impf­an­ge­bot erhal­ten. Um sich jetzt aus der poli­ti­schen Ver­ant­wor­tung zu steh­len, been­den Bund und Län­der die Prio­ri­sie­rung”, sag­te Eugen Brysch, Vor­stand der Deut­schen Stif­tung Pati­en­ten­schutz, der „Rhei­ni­schen Post” (Mon­tags­aus­ga­be).

So wür­den der Impf­neid und Streit in die Gesell­schaft getra­gen. Auch die Betriebs­ärz­te schon jetzt zuzu­schal­ten wer­de den Kon­flikt ver­grö­ßern, sag­te Brysch. „Denn mit über 400 Impf­zen­tren und 35.000 Pra­xen man­gelt es nicht an Impf­stel­len, son­dern allein an Impf­stof­fen. Für die Pati­en­ten ist das ein ver­hee­ren­des Zei­chen. Wäh­rend ihre Haus­ärz­te für sie nur zehn Impf­do­sen pro Woche vor­hal­ten kön­nen, wer­den im Gewer­be­ge­biet neben­an die Betrie­be gleich mit tau­sen­den Ampul­len versorgt”.

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