WHO: Affen­po­cken Gesund­heits­not­stand von inter­na­tio­na­ler Tragweite

World Health Organization - Weltgesundheitsorganisation - Koordinationsbehörde - Schweiz - GenfFoto: Weltgesundheitsorganisation in der Schweiz (Genf), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on hat den Affen­po­cken-Aus­bruch zu einem „Gesund­heits­not­stand von inter­na­tio­na­len Not­la­ge” erklärt.

„Bis jetzt wur­den der WHO 3.040 Fäl­le von Affen­po­cken aus 47 Län­dern gemel­det”, teil­te WHO-Gene­ral­se­kre­tär Tedros Adha­nom Ghe­breye­sus am Sams­tag­nach­mit­tag mit. „Seit­dem hat der Aus­bruch wei­ter zuge­nom­men und es gibt jetzt mehr als 16.000 gemel­de­te Fäl­le aus 75 Län­dern und Ter­ri­to­ri­en und fünf Todes­fäl­le”. Es bestehe auch „ein kla­res Risi­ko einer wei­te­ren inter­na­tio­na­len Aus­brei­tung, obwohl das Risi­ko einer Beein­träch­ti­gung des inter­na­tio­na­len Ver­kehrs der­zeit gering bleibt”, so der WHO-Chef. „Nach Ein­schät­zung der WHO ist das Risi­ko von #Affen­po­cken welt­weit und in allen Regio­nen mode­rat, außer in der euro­päi­schen Regi­on, wo wir das Risi­ko als hoch ein­schät­zen”, so Ghe­breye­sus. „Aus all die­sen Grün­den bin ich zu dem Schluss gekom­men, dass der welt­wei­te Affen­po­cken­aus­bruch einen öffent­li­chen Gesund­heits­not­stand von inter­na­tio­na­ler Trag­wei­te dar­stellt”, sag­te er.

Ein Aus­bruch kön­ne mit „den rich­ti­gen Stra­te­gien in den rich­ti­gen Grup­pen gestoppt” wer­den, erlär­te er. „Obwohl ich einen inter­na­tio­na­len Gesund­heits­not­stand aus­ru­fe, han­delt es sich im Moment um einen Aus­bruch, der sich auf Män­ner kon­zen­triert, die Sex mit Män­nern haben, ins­be­son­de­re auf sol­che mit meh­re­ren Sexu­al­part­nern”, kon­kre­ti­sier­te er. „Es ist daher uner­läss­lich, dass alle Län­der eng mit Gemein­schaf­ten von Män­nern zusam­men­ar­bei­ten, die Sex mit Män­nern haben, um wirk­sa­me Infor­ma­tio­nen und Diens­te zu ent­wi­ckeln und bereit­zu­stel­len und Maß­nah­men zu ergrei­fen, die sowohl die Gesund­heit, die Men­schen­rech­te und die Wür­de der betrof­fe­nen Gemein­schaf­ten schüt­zen”. Der WHO-Gene­ral­s­kre­tär mahn­te jedoch, man müs­se gegen jede Form der Dis­kri­mi­nie­rung in die­sem Zusam­men­hang vor­ge­hen: „Stig­ma­ti­sie­rung und Dis­kri­mi­nie­rung kön­nen so gefähr­lich sein wie jeder Virus”, sag­te er.

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