1. Janu­ar bringt vie­le Neuerungen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Jahr 2023 hat begon­nen – und bringt eini­ge Neue­run­gen. Unter ande­rem heißt die bis­her meist „Hartz IV” genann­te Grund­si­che­rung ab sofort „Bür­ger­geld” und bringt einen höhe­ren Regel­satz von monat­lich 502 Euro – wobei Mie­te, Neben­kos­ten und Kran­ken­ver­si­che­rung wie bis­her extra bezahlt wer­den. Für alle Bür­ger und klei­ne­re Unter­neh­men gibt es ab Janu­ar einen staat­lich sub­ven­tio­nier­ten Preis­de­ckel auf Gas, Fern­wär­me und Strom. 

Der Staat über­nimmt für jeweils 80 Pro­zent des Vor­jah­res­ver­brauchs beim Gas alle Kos­ten über 12 Cent pro Kilo­watt­stun­de, bei Strom über 40 Cent und bei Fern­wär­me über 9,5 Cent pro Kilo­watt­stun­de. Weil die Umset­zung schwie­rig ist, soll die Maß­nah­me aber wohl erst in ein paar Wochen und dann rück­wir­kend zum 1. Janu­ar auf der Rech­nung erschei­nen. Außer­dem steigt im neu­en Jahr das Kin­der­geld auf ein­heit­lich 250 Euro pro Monat und Kind – das bedeu­tet für das ers­te und zwei­te Kind ein Plus von 31 Euro und für das drit­te Kind ein Plus von 25 Euro im Monat. Wei­te­re Ände­run­gen: Ver­mie­ter müs­sen über die „Kli­ma­ab­ga­be” einen klei­nen Teil der Heiz­kos­ten sel­ber zah­len, je nach­dem wie ener­gie­ef­fi­zi­ent das Gebäu­de ist. Die Tabak­steu­er steigt und macht bei­spiels­wei­se Packun­gen mit 20 Ziga­ret­ten etwa 18 Cent teu­rer. Die Kran­ken­kas­sen­bei­trä­ge stei­gen um wahr­schein­lich 0,3 Pro­zent­punk­te auf durch­schnitt­lich 16,2 Pro­zent. Käu­fer von Plug-in-Hybrid­fahr­zeu­gen bekom­men ab 2023 kei­ne För­de­rung mehr, für ande­re E‑Autos sin­ken die Zuschüs­se. Der Steu­er­grund­frei­be­trag steigt um 561 Euro auf 10.908 Euro pro Jahr – bis zu die­sem Ein­kom­men muss kei­ne Ein­kom­men­steu­er gezahlt wer­den. Für den Soli­da­ri­täts­zu­schlag steigt die Frei­gren­ze von bis­her 16.956 Euro auf 17.543 Euro. Ab 2023 kön­nen Arbeit­neh­mer an bis zu 210 statt bis­her 120 Home­of­fice-Tagen einen pau­scha­len Wer­bungs­kos­ten­ab­zug bei der Ein­kom­men­steu­er gel­tend machen: Pro Heim­ar­beits­tag 6 Euro, also jetzt bis zu 1.260 Euro im Jahr. Ab dem 1. Janu­ar 2023 kön­nen zudem Auf­wen­dun­gen für die Alters­vor­sor­ge voll­stän­dig von der Steu­er abge­setzt wer­den. Dadurch erhö­hen sich die als Son­der­aus­ga­ben abzugs­fä­hi­gen Alters­vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen im Jahr 2023 um vier Pro­zent­punk­te. Der Spa­rer-Pausch­be­trag steigt von 801 Euro auf 1.000 Euro für Allein­ste­hen­de und auf 2.000 Euro für Lebens­part­ner. Das kommt gera­de recht­zei­tig zur Zins­wen­de, denn die EZB hat bereits ange­kün­digt, die Leit­zin­sen noch im Janu­ar wei­ter anzu­he­ben – stei­gen­de Zin­sen aufs Fest­geld und Tages­geld dürf­ten die Fol­ge sein.

Foto: Euro­schei­ne, über dts Nachrichtenagentur

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